Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2138

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Dreihenkelkrug
Museum44848
Inv.-Nr.2138
Form des Objekts eiförmig
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auftragungen]
  • engobiert
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • profiliert
InschriftenEmondt Kalf oder Pesch (handschriftlich)
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)23,5
Boden ∅ (B)7
maximaler ∅ (Dmax)11
Bemerkung

Eiförmiger Gefäßkörper mit hohem Hals und hohem eingezogenem profiliertem Standfuß; Mündungsrand rund abgedreht und im Vergleich zum Hals zylindrisch erweitert, Übergang durch ein waagerecht umlaufendes Zierprofil markiert, daran angesetzt drei langezogene profilierte Henkel, unten spitz dreieckig abgestrichen - am unteren Henkelansatz zwei waagerecht parallel umlaufende Zierprofile über den Gefäßkörper; auf dem glatten Mündungsrand eine eingeritzte unleserliche Inschrift; auf dem Gefäßkörper handschriftlich eingeritzt der Name Emondt Kalf (oder Pesch - je nach Lesart). links oben davon eine abstraktes eingeritztes Dekorelement; hoher eingeschnürter Standfuß mit zwei parallelumlaufenden waagerechten Zierrpofilen.

Bei dem Gefäß handelt es sich um eines der wenigen, die handschriftlich signiert sind (statt auflagensigniert) und daher eindeutig einer bestimmten Person zugeordnet werden können, die allerdings archivalisch nicht eindeutig identifizierbar ist (Töpfer?). 

Datierung1500-1550 (FNZ I)
Hersteller Kuenstler151244
HerstellungszweckTrinkgefäß
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848