Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Museum44848
Inv.-Nr.7244
Form des Objekts eiförmig
Form (in Freitext)mit hohem zylindrischem Hals
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben- [Henkel]
- Henkel gezogen
- [Henkelauslauf]
- dekorativer Henkelauslauf
- [Henkelquerschnitt]
- Henkelquerschnitt gekehlt
Farbe mittelbraun
Dekoration- [Auflagen]
- Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
- [Auftragungen]
- bemalt (vor dem Brand)
- [plastische Oberflächenbehandlung]
- Rillung
IkonographieWappen Edmund von Reuschenberg
InschriftenEMVUND : VON : REUSCHENBERG : DEVTSCHER : ORDENSRITTER : ZV : SIERSDORF
Inschriften (Jahr)1587
Materialgebrannter Ton
Formtechnik handgeformt und nachgedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)26
maximaler ∅ (Dmax)15
BemerkungNachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Jakob Baltus, 1970er Jahre:
Eiförmiger Gefäßkörper mit flach abgedrehtem Mündungsrand am hohen zylindrischen Hals, dieser ist flächendecken mit waagerecht umlaufenden parallelen dicken Rillen bedeckt;
Gefäßkörper mit drei identischen aufgelegten ovalen Medaillons, darin ein waagerecht geteiltes Wappen mit Balken, im oberen Teil darauf drei Merletten (Eynatten), seitlich der Wappenzier die spiegelverkehretn Initialen J B (Jakob Baltus), in einem unlaufenden Schriftband die Inschrift EMVUND : VON : REUSCHENBERG : DEVTSCHER : ORDENSRITTER : ZV : SIERSDORF : 1587 - das Wappen basiert auf einer ähnlichen Vorlage aus dem historischen Raerener Fundgut (siehe Kohnemann, Auflagen, S. 68 r.), allerdinges bezieht sich dieses auf einen anderen Edmund von Reuschenberg, der Ehegatte der Anna von Schwarzenberg und Eigentümer des "Kleinen Hauses" in Eynatten, datiert 1595, versehen mit den Initialen EVR, aber ohne weitere Inschrift.
Das vorliegende Wappen stammt möglicherweise aus dem privaten archäologischen Fundgut des Herstellers und bezieht sich auf ein anderes Mitglied des rheinischen Adelsgeschlechts von Reuschenberg (Ruischenberg oder Rauschenberg), das ab dem 15. Jh. zu den führenden Adelsfamilien des Herzogtums Jülich gehörte.
Die Deutschordenskommende Siersdorf in Aldenhoven (Kreis Düren) war fast 600 Jahre lang eine bedeutende Niederlassung des Deutschen Ordens. Die Anlage geht auf das Jahr 1219 zurück. Das 1578 im Renaissancestil erbaute Herrenhaus ist heute eine imposante Ruine, die sich seit 2012 im Besitz eines engagierten Fördervereins befindet und aufwendig gesichert wird.
eingezogener kurzer Fußteil mit mehreren parallelen waagerecht umlaufenden Zierrillen;
Henkel gekehlt und unten dreieckig spitz auslaufend;
Der Gefäßkörper ist flächendeckend mit einer mittelbraunen Industrieglasur bedeckt.
Diese Gefäße wurden nicht gedreht, sondern von Hand aufgebaut sowie im Elektroofen mit modernen Industrieglasuren gebrannt; sie sind relativ schwer und haben einen extrem dicken Boden.
Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler44902
HerstellungszweckDekorobjekt
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 68 r.
ZugangsartSchenkung
Copyright44848