Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Zylinderbauchkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7241
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Form (in Freitext)mit zylindrischem Hals
Stand-/BodenformFlachboden
Handhaben- [Henkel]
- Henkel gezogen
- [Henkelauslauf]
- [Henkelquerschnitt]
- Henkelquerschnitt gekehlt
- dekorativer Henkelauslauf
Farbe mittelbraun
Dekoration- [Auflagen]
- Bauchfries
- Halsfries
- [Auftragungen]
- bemalt (vor dem Brand)
- [plastische Oberflächenbehandlung]
- Kannelierung
- profiliert
Darstellung- [Bauchfries]
- [Halsfries]
- Halsfries Ornamente
- Bauchfries Wappen
IkonographieDrei Wappen
InschriftenDIT : IS : EIN : KVNST : DIE : KVMPT : AUSZ : GOTTES : GVNST : WER : DIE : KVNST : NOCH : SO : SCHON : SO MOSSEN : SEI : SICH : GEFFEN : ZV : DEN : DOT : 1598 : JB
Inschriften (Jahr)1598
Materialgebrannter Ton
Formtechnik handgeformt und nachgedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)27
maximaler ∅ (Dmax)13
BemerkungNachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Jakob Baltus, 1970er Jahre:
Zylinderbauchförmiger Gefäßkörper mit flach abgedrehtem Mündungsrand am relativ hohen zylindrischen Hals, dieser auf Höhe des oberen Henkelansatzes mit zwei parallelen waagerecht umlaufenden Zierprofilen mit dazwischenliegender Hohlkehle, darunter ein aufgelegter Halsfries mit runden Maskaronen und floralen Elementen, anschließend zwei weitere waagerecht umlaufende parallele Zierprofile mit dazwischenliegender Hohlkehle;
anschließend eine leicht gewölbte, nach außen ausktagende Gefäßschulter mit senkrechten Kanneluren, darunter ein waagerecht umlaufendes, nach unten ausgeweitetes Doppelprofil mit dazwischenliegender Hohlkehle über einem zylindrischen, leicht konvex gewölbten Gefäßbauch; unterer Gefäßbereich leicht konisch eingezogennmit senkrechten Kanneluren
auf dem Mittelteil ein dicker aufgelegter Fries mit drei runden Wappen (erstes viergeteilt - Mitte Wappen der Stadt Köln mit 3 Kronen - drittes wie erstes) zwischen floraler Ornamentik, das mittlere Wappen wvon zwei Löwen gehalten; darunter die Inschrift DIT : IS : EIN : KVNST : DIE : KVMPT : AUSZ : GOTTES : GVNST : WER : DIE : KVNST : NOCH : SO : SCHON : SO MOSSEN : SEI : SICH : GEFFEN : ZV : DEN : DOT : 1598 : JB (Dies ist eine Kunst, die kommt aus Gottes Gunst; wär' die Kunst noch so schön, so muss sie sich geben zum Tod) . Der Fries ist einem bekannte Originalfries des 16. Jh. (siehe Kohnemann, Auflagen, S. 232 o.) nachgebildet, aber wesentlich grober gearbeitet als das Original, hier sind das erste und dritte Wappen identisch, im Gegensatz zum Original und die Jahreszahl 1598 sowie die Initialen JB (Jakob Baltus) sind hinzugefügt; demnach wurde er nicht von einer originalen Matrize entnommen (siehe Umzeichnung);
schwach ausgestellter kurzer Fußteil mit gerundetem Flachboden, darüber ein waagerecht umlaufendes Doppelprofil mit dazwischenliegender Hohlkehle;
Henkel gekehlt und unten dreieckig spitz auslaufend;
Der Gefäßkörper ist flächendeckend mit einer dunkel-/mittelbraunen Industrieglasur bedeckt.
Diese Gefäße wurden nicht gedreht, sondern von Hand aufgebaut sowie im Elektroofen mit modernen Industrieglasuren gebrannt; sie sind relativ schwer und haben einen extrem dicken Boden.
Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler44902
HerstellungszweckDekorobjekt
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 232 o.
ZugangsartSchenkung
Copyright44848