Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7224

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Schnelle
Museum44848
Inv.-Nr.7224
Form des Objekts zylindrisch
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt gekehlt
  • Henkelauslauf abgestrichen (ohne Dekoration)
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • profiliert
  • Rillung
IkonographieMedaillon mit gespaltenem Wappen
Inschriften (Jahr)1622
Materialgebrannter Ton
Formtechnik handgeformt und nachgedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)20
maximaler ∅ (Dmax)9
Bemerkung

Nachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Jakob Baltus, 1970er Jahre:

Zylindrische Schnelle mit flach abgedrehtem Mündungsrand, darunter Freifläche, anschließend ein waagerecht umlaufendes Zierprofil und mehrere parallele waagerechte Zierrillen; Hals nahtlos in den Gefäßkörper übergehend;

zentral auf dem Gefäßkörper und gegenständig zum Henkel ein aufgelegtes ovales Medaillon, darin ein gespaltenes, nicht zugewiesenes Wappen: links ein Kreuz mit Doppeladler darüber, rechts drei Querbalken mit vierbeinigem Tier darüber, rundum ein Zierband mit geschwungenen Linien und unten der Jahreszahl 1622 - das Wappen ist aus dem historischen Fundgut Raerens nicht nachgewiesen, stammt aber möglich aus dem privaten Scherbenkonvolut des Produzenten;

über der genundet abgearbeiteten Standfläche mehrere parallele waagerecht umlaufenden Zierrillen;
Henkel gekehlt und unten glatt abgestrichen;
der Gefäßkörper ist flächendeckend mit einer mittelbraunen Idustrieglasur überzogen.

Diese Gefäße wurden nicht gedreht, sondern von Hand aufgebaut sowie im Elektroofen mit modernen Industrieglasuren gebrannt; sie sind relativ schwer und haben einen extrem dicken Boden. 

Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler44902
HerstellungszweckDekorobjekt
vgl auch Objekt154036
ZugangsartSchenkung
Copyright44848