Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenWappenkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7220
Form des Objekts eiförmig
Form (in Freitext)mit hohem zylindrischem Hals
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben- [Henkel]
- Henkel gezogen
- [Henkelauslauf]
- dekorativer Henkelauslauf
- [Henkelquerschnitt]
- Henkelquerschnitt gekehlt
Farbe mittelbraun
Dekoration- [Auflagen]
- Wappen
- [Auftragungen]
- bemalt (vor dem Brand)
- [plastische Oberflächenbehandlung]
- profiliert
- Rillung
- gestempelte Auflage
- Ritz- / Red-Dekor (pflanzlich)
Darstellung Wappen einteilig
Ikonographievon Schwarzenberg von Nechtersheim
InschriftenPETER : SVARTZENBVRCH : VNDE : MARGRET : VAN : NECHTRSEM : G : K : SIN : HVSFRAV
Materialgebrannter Ton
Formtechnik handgeformt und nachgedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)29
maximaler ∅ (Dmax)17
BemerkungNachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Jakob Baltus, 1970er Jahre.
Eiförmiger Gefäßkörper mit waagerechjt abgedrehtem Mündungsrand am hohen zylindrischen Hals, darunter eine schmale Freifläche, anschließend ein waagerecht umlaufendes Zierprofil über dem oberen Henkelansatz, darunter drei waagerecht eingedrehte parallele Zierrillen;
auf dem Gefäßkörper drei identische aufgelegte Wappenmedaillons mit dem Allianzwappen von Schwarzenberg-von Nechtersheim, im senkrecht gespalteten Schild links ein Kerbkreuz, rechts sechs Herzen, im umlaufenden Schriftband die Inschrift: PETER : SVARTZENBVRCH : VNDE : MARGRET : VAN : NECHTRSEM : G : K : SIN : HVSFRAV (Peter von Schwarzenberg und Margarete Krümmel von Nechtrsheim, seine Hausfrau) - das Wappen ist aus dem historischen Scherbenmaterial Raerens bekannt - ob es sich um eine Nachbildung oder eine direkte Abformung handelt, lässt sich aufgrund der verwaschenen Qualität nur schwer bestimmen; zwischen den Wappenauflagen auf dem Gefäßkörper von unten nach oben eingeritzte Rankenlinien mit gestempelten Blättern und glockenförmigen Blüten - dies soll wogl die frühen Kölner Gefäß mit Rankendekor nachahmen;
eingezogener kurzer Fußteil mit mehreren parallelen waagerecht umlaufenden Zierrillen;
Henkel gekehlt und unten dreieckig spitz auslaufend;
das gesamte Gefäß ist mit mittelbrauner Industrieglasur bedeckt.
Diese Gefäße wurden nicht gedreht, sondern von Hand aufgebaut sowie im Elektroofen mit modernen Industrieglasuren gebrannt; sie sind relativ schwer und haben einen extrem dicken Boden.
Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler44902
ZugangsartSchenkung
Copyright44848