Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Museum44848
Inv.-Nr.7218
Form des Objekts eiförmig
Form (in Freitext)mit zylindrischem Hals
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben- [Henkel]
- Henkel gezogen
- [Henkelauslauf]
- dekorativer Henkelauslauf
- [Henkelquerschnitt]
- Henkelquerschnitt gekehlt
Farbe- grau
- kobaltblau
- manganviolett
Dekoration- [Auflagen]
- Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
- [Auftragungen]
- bemalt (vor dem Brand)
- [plastische Oberflächenbehandlung]
- profiliert
- Rillung
- Vertikalauflage
- gestempelte Auflage
- Stempelung
Inschriften (Jahr)1638
Materialgebrannter Ton
Formtechnik handgeformt und nachgedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)20
maximaler ∅ (Dmax)13
BemerkungNachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Jakob Baltus, 1970er Jahre.
Eiförmiger Gefäßkörper mit gerundet abgedrehtem Mündungsrand am zylindrischen Hals, darunter Freifläche, anschließend ein waagerecht umlaufendes Zierprofil, mehrere parallele waagerechte Zierrillen und ein weiteres Zierrpofil als unterer Abschluss des Halses;
auf dem Gefäßkörper, gegenständig zum Henkel, ein ovales aufgelegtes Medaillon, darin eine Hängewaage mit zwei Pflanzen, darunter ein Mörser mit Stößel, oben die Jahreszahl 1638, die beiden Pflanzen manganviolett eingefärbt, Gefäßfläche hinter dem Medaillon kobaltblau eingefärb, darüber zwei graue aufgestempelte runde Rosettent; beidseits des Medaillons zum Gefäßhenkel hin abwechselnd vier graue schmale vertikal aufgelegte Bänder mit geschwungenen Linien in grau, dazwischen je ein glattes undekoriertes Feld, abwechselnd mit magnavioletter und kobaltblauer Bemalung -
das Motiv des Medaillons entspricht dem von Inv. Nr. 7217 und ist aus dem historischen Fundmaterial nicht bekannt, möglicherweise wurde es aber aus dem Scherbenmaterial des Herstellers nachgeformt, was die Datierung 1635 erklären würde;
eingezogener kurzer Fußteil mit mehreren parallelen waagerecht umlaufenden Zierrillen;
Henkel gekehlt und unten dreieckig spitz auslaufend;
das gesamte Gefäß ist mit Kobaltsmalte und stellenweise mit Mangansmalte bemalt; die Grundform und Größe des Gefäßes entspricht der Inv. Nr. 7217.
Diese Gefäße wurden nicht gedreht, sondern von Hand aufgebaut sowie im Elektroofen mit modernen Industrieglasuren gebrannt; sie sind relativ schwer und haben einen extrem dicken Boden.
Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler44902
ZugangsartSchenkung
Copyright44848