Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7217

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Museum44848
Inv.-Nr.7217
Form des Objekts eiförmig
Form (in Freitext)mit zylindrischem Hals
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt gekehlt
Farbe
  • grau
  • kobaltblau
  • manganviolett
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • profiliert
  • Rillung
Inschriften (Jahr)1638
Materialgebrannter Ton
Formtechnik handgeformt und nachgedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)20
maximaler ∅ (Dmax)13
Bemerkung

Nachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Jakob Baltus, 1970er Jahre.

Eiförmiger Gefäßkörper mit gerundet abgedrehtem Mündungsrand am zylindrischen Hals, darunter Freifläche, anschließend ein waagerecht umlaufendes Zierprofil, mehrere parallele waagerechte Zierrillen und ein weiteres Zierrpofil als unterer Abschluss des Halses;
auf dem ganzflächig mit KObaltblau eingefärbtem Gefäßkörper drei aufgelegte identische ovale Medaillons, darin eine Hängewaage mit zwei Pflanzen, darunter ein Mörser mit Stößel, oben die Jahreszahl 1638, alle drei Medaillons sind grau belassen, mit manganvioletter Einfärbung der linken Pflanze;
das Motiv ist aus dem historischen Fundmaterial nicht bekannt, möglicherweise wurde es aber aus dem Scherbenmaterial des Herstellers nachgeformt, was die Datierung 1635 erklären würde;
eingezogener kurzer Fußteil mit mehreren parallelen waagerecht umlaufenden Zierrillen;
Henkel gekehlt und unten dreieckig spitz auslaufend;
das gesamte Gefäß ist mit Kobaltsmalte und stellenweise mit Mangansmalte bemalt;

Diese Gefäße wurden nicht gedreht, sondern von Hand aufgebaut sowie im Elektroofen mit modernen Industrieglasuren gebrannt; sie sind relativ schwer und haben einen extrem dicken Boden. 

Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler44902
vgl auch Objekt154347
ZugangsartSchenkung
Copyright44848