Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7214

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenÖlkrüglein
Museum44848
Inv.-Nr.7214
Form des Objekts kugelförmig
Stand-/BodenformFlachboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt gekehlt
  • Henkelauslauf abgestrichen (ohne Dekoration)
Farbe
  • grau
  • mittelbraun
  • dunkelbraun
Dekoration
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • profiliert
  • Drehriefen
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)10
maximaler ∅ (Dmax)8
Bemerkung

Nachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Wolfgang Hille, 2000er Jahre:

Kugelbäuchiger kleiner Krug mit schmalem zylindrischem, nach oben leicht konisch verjüngtem Hals und gerundet abgedrehtem Mündungsrand, ab Höhe des oberen Henkelansatzes zylindrisch erweitert; unter dem Mündungsrand eine Freifläche, ab Höhe des oberen Henkelansatzes ein waagerecht umlaufendes eingedrehtes Zierprofil; 

Gefäßkörper undekoriert, mit nachgeahmten leichten Drehrillen versehen:

leicht eingezogenerFlachboden, darunter die Stempelung der Werkstatt von Wolfgang Hille;

Henkel gekehlt und unten glattabgestrichen;
Der Gefäßkörper ist flächendeckend mit einer grau-braunen Industrieglasur bedeckt. 

In die obere Gefäßöffnung ist lose ein Spinnwirtel eingelegt, daraus herausragend ein Docht - dies entspricht der (nicht nachzuweisenden) Interpretation des Herstellers, dass diese kleine Krugform nicht nur als Behälter für Lampenöl genutzt wurde (um damit Öllämpchen zu befüllen), sondern auch selbst als Beleuchtungsobjekt gedient haben könnte. 

Diese Gefäße wurden  gedreht und reichen vor allem in der späteren Produktionsphase technologisch an die Originale des historischen Raerener Steinzeugs heran, allerdings wurden sie im Elektroofen gebrannt und sind mit einer modernen Industrieglasur statt der traditionellen Salzglasur versehen.

Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler152739
HerstellungszweckDekorobjekt
ZugangsartSchenkung
Copyright44848