Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Zylinderbauchkrug
mundartliche BenennungenBauerntanzkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7212
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Form (in Freitext)leicht konisch
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben- [Henkel]
- Henkel gezogen
- [Henkelauslauf]
- [Henkelquerschnitt]
- Henkelquerschnitt gekehlt
- dekorativer Henkelauslauf
Farbe mittelbraun
Dekoration- [Auftragungen]
- bemalt (vor dem Brand)
- [plastische Oberflächenbehandlung]
- Stempelung
- [Auflagen]
- Bauchfries
- Halsfries
- Kannelierung
- Kerbschnitt
- Rillung
- profiliert
Darstellung- [Bauchfries]
- Bauchfries Menschen (Bauern)
IkonographieBauerntanz unter Arkaden
InschriftenGERET : BLAES : NV : VRY : SY : ZYNT : AL : HEI : WIR : WILLEN : DANSEN : VM : LERRE : BRVICH : VNND : HAREN : KRANSSEN
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)25
maximaler ∅ (Dmax)13
BemerkungNachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Wolfgang Hille, 2000er Jahre:
Zylindrischer Hals mit gerundet abgedrehtem Mündungsrand, darunter eine Freifläche; auf Höhe des oberen Henkelansatzes waagerecht umlaufendes eingedrehtes Zeirprofil mit fünf parallelenZiergraten, darunter ein aufgelegter Halsfries mit Maskaronen und geometrischem Rollwerkdekor, nach unten abgeschlossen durch drei waagerecht umlaufende parallele eingedrehte Zierprofile;
Gefäßschulter zweigeteilt mit oberem konvexem Teil, darin eine Reihe mit rautenförmigem Kerbschnitt, unterer Teil geglättet und konkav ausgebildet, beide Teile unten durch eine waagerecht umlaufende Hohlkehle abgeschlossen;
zylindrischer, nach unten leicht konisch zulaufender Gefäßbauch mit aufgelegtem Bauchfries, darin acht Bauernpaare unter Arkaden, im unten stehenden Schriftband die Inschrift:
GERET : BLAES : NV : VRY : SY : ZYNT : AL : HEI : WIR : WILLEN : DANSEN : VM : LERRE : BRVICH : VNND : HAREN : KRANSSEN
Gerhard, blas' nun frei; sie sind schon hier; wir wollen tanzen um leere (lederne) Hosen und Haarkränze;
der Fries wurde abgeformt von einem Original des 16. Jh. aus den Beständen des Töpfereimuseums Raeren (siehe Kohnemann, Auflagen ... S. 196 o.)
hoher, nach unten konvex gewölbter Fußteil mit senkrechten Kanneluren, dazwischen einzelne hohe Blütenstempel, oben und unten durch ein waagerecht umlaufendes eingedrehtes Profil abgeschlossen;
gekehlter Henkel, gnach unten dreieckig spitz in Wellen abgestrichen; gerundet abgedrehter Profilfuß mit Linsenboden, darunter die eingestempelte Marke des Amateurtöpfers Wolfgang Hille;
Der Gefäßkörper ist flächendeckend mit einer mittelbraunen Industrieglasur bedeckt.
Diese Gefäße wurden gedreht und reichen vor allem in der späteren Produktionsphase technologisch an die Originale des historischen Raerener Steinzeugs heran, allerdings wurden sie im Elektroofen gebrannt und sind mit einer modernen Industrieglasur statt der traditionellen Salzglasur versehen.
Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler152739
HerstellungszweckDekorobjekt
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 196 o.
ZugangsartSchenkung
Copyright44848