Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7210

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Dreihenkelkrug
mundartliche BenennungenGesichtskrug
Museum44848
Inv.-Nr.7210
Form des Objekts kugelförmig
Form (in Freitext)mit breitem zylindrischem Hals
Stand-/BodenformWellenfuß
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt gekehlt
  • Henkelauslauf abgestrichen (ohne Dekoration)
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Ritz- / Red-Dekor (figürlich)
  • Stempelung
  • Einstichdekor
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)10,5
maximaler ∅ (Dmax)9
Bemerkung

Nachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Wolfgang Hille, 2000er Jahre:

kugelförmiger Gefäßkörper mit breitem Hals und gerundet abgedrehtem Mündungsrand, darunter Freofläche, auf dem Gefäßkörper drei eigneritzte/-gepunzte Gesichter mit meodellierter Nase und Rosettenstempeln als Wangen - nach Vorbvildern aus dem 14./15. Jh.; 

drei kleine runde Henkel, gekehlt und unten glatt abgestrichen; breiter weit auskragender Wellenfuß, darunter die eingestempelte Marke des Amateurtöpfers Wolfgang Hille;
Der Gefäßkörper ist flächendeckend mit einer mittelbraunen Industrieglasur bedeckt. 

Diese Gefäße wurden  gedreht und reichen vor allem in der späteren Produktionsphase technologisch an die Originale des historischen Raerener Steinzeugs heran, allerdings wurden sie im Elektroofen gebrannt und sind mit einer modernen Industrieglasur statt der traditionellen Salzglasur versehen.

Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler152739
HerstellungszweckDekorobjekt
ZugangsartSchenkung
Copyright44848