Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7207

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenBartmannkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7207
Form des Objekts eiförmig
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Rosette / Nuppe
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • profiliert
  • Rillung
  • Bartmaske mit rundem Bartabschluss
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)26
maximaler ∅ (Dmax)13
Bemerkung

Nachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Wolfgang Hille, 2000er Jahre:

Eiförmiger Krug mit gerundet abgedrehtem Mündungsrand, schmaler hoher Hals, der nahtlos in den Gefäßkörper übergeht; unter dem Mündungsrand eine Freifläche, unter dem oberen Henkelansatzes zwei waagerechte parallel umlaufende schmale Profile, dazwischen nebeneinander aufgestempelte Rosetten (Hohlstempel); darunter eine aufgelegte Bartmannmaske mit spitz gerundet zulaufendem Bart und eingeflochtener mittlerer Strähen (abgeförmt von einem Original des 16. Jh. - siehe Kohnemann, Auflagen ... S. 325 r.);

auf dem Gefäßkörper angedeutete Drehrillen; 

profiliert und gerundet abgedrehter kurzer Gefäßfuß mit waagerecht umlaufenden parallelen Rillen, darunter die Stempelung der Werkstatt von Wolfgang Hille;

Henkel  senkrecht profiliert und unten dreieckig lang  abgestrichen;
Der Gefäßkörper ist flächendeckend aber unregelmäßig mit einer mittelbraunen Industrieglasur bedeckt. 

Diese Gefäße wurden  gedreht und reichen vor allem in der späteren Produktionsphase technologisch an die Originale des historischen Raerener Steinzeugs heran, allerdings wurden sie im Elektroofen gebrannt und sind mit einer modernen Industrieglasur statt der traditionellen Salzglasur versehen.

Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler152739
HerstellungszweckDekorobjekt
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 325 r.
ZugangsartSchenkung
Copyright44848