Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7204

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Pinte
mundartliche BenennungenWappenkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7204
Form des Objekts zylindrisch
Form (in Freitext)nach oben konisch zulaufend
Stand-/BodenformFlachboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt gekehlt
  • dekorativer Henkelauslauf
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Rosette / Nuppe
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • profiliert
Darstellung
  • [Rund- / Oval- / Viereck-Auflage]
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage Menschen
IkonographieLiebespaar
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)16
Boden ∅ (B)8,5
maximaler ∅ (Dmax)8,5
Bemerkung

Nachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Wolfgang Hille, 2000er Jahre:

zylindrische, nach oben konisch zulaufende Pinte mit gerundet abgedrehtem Mündungsrand, darunter auf Höhe des oberen Henkelansatzes ein vierfaches waagerecht umlaufendes eingedrehtes Profil; dieses wiederholt sich im unteren Gefäßbereich unter der unteren Henkelauslauf und wein weiteres Mal unmittelbar über der flachen Standfläche, dazwischen waagerecht nebeneinander und einzeln aufgelegte Rosetten mit Maskaron;

gegenständig zum Henkel zentral auf dem Gefäßkörper aufgelegt ein ovales Medaillon mit Rollwerkornamentik und einem Liebespaar unter einem Arkadenbogen; dieses wurde von einem Original des 16. Jh. aus dem Bestand des Töpfereimuseums Raeren abgeformt (siehe Kohnemann, Auflagen ... S. 150 Mitte); eine solche Kombination von Dekorelementen kommt im histoschen Raerener Fundgut nicht vor;

profiliert und gerundet abgedrehter Flachboden, darunter die Stempelung der Werkstatt von Wolfgang Hille;
Henkel gekehlt und unten dreieckig kurz abgestrichen;
Der Gefäßkörper ist flächendeckend mit einer mittelbraunen Industrieglasur bedeckt. 

Diese Gefäße wurden  gedreht und reichen vor allem in der späteren Produktionsphase technologisch an die Originale des historischen Raerener Steinzeugs heran, allerdings wurden sie im Elektroofen gebrannt und sind mit einer modernen Industrieglasur statt der traditionellen Salzglasur versehen.

Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler152739
HerstellungszweckDekorobjekt
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 150 Mitte
ZugangsartSchenkung
Copyright44848