Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7042

Expertenmodus
 
Hauptspezies Kanne
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Schnabelkanne
mundartliche BenennungenSchifferkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7042
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel in Form gedrückt
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Bauchfries
  • [Auftragungen]
  • engobiert
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Kannelierung
  • profiliert
  • Rollstempeldekor
  • Stempelung
  • Schnabel
  • [Ausgussform]
  • Rillung
Darstellung
  • [Bauchfries]
  • Bauchfries Menschen (Köpfe / Büsten)
Materialgebrannter Ton
Formtechnik eingedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)27
maximaler ∅ (Dmax)13
Bemerkung

Zylinderbauchförmige Schnabelkanne aus der Werkstatt des Hubert Schiffer, Raeren (19. Jh.) mit Portraitmedaillons

flach abgedrehter Mündungsrand, darunter konisch erweiterte Freifläche über einem breiten Zierprofil, darüber ein waagerecht umlaufendes Perlstabmuster (Rollstempel) und darunter liegender Hohlkehle, auf dem leicht bikonischen Gefäßhals senkrechter Kanneluren mit dazwischen liegenden einzelnen aufgelegten Blütenstempelornamenten;

konvex gewölbte schmale Gefäßschulter mit abwechselnden Feldern mit spitz zueinanderlaufenden schrägen Zierrillen, dazwischen waagerechte parallele Rillen und unten einzelne Blütenstempel, unten abgeschlossen durch mehrere waagerecht parallele Zierprofile, das obere mit Perlstabmuster und weit auskragendem flach nach unten gewölbtem Wulst mit Schuppenmuster, darunter Profil mit Rollstempeldekor und anschließendem Perlstabmuster;

nach unten sich verjüngender konvex gewölbter Unterteil mit  senkrechten mehrfachen Kanneluren, leicht auskragender Fuß mit mehreren parallel umlaufenden schmalen waagerechten Profilen, teils mit Perlstabmuster, über einer gerundet abgedrehten Standfläche;

zylindrischer Mittelteil mit acht waagerecht nebeneinaderliegenden kreisrunden Medailons, die abwechselns ein männliches und ein weibliches Profilbild zeigen, dazwischen florales Rollstempeldekor; unter dem Schnabelansatz ein Maskaron mit Teufelsfratze;

Schnabel (abgebrochen) mit beidseitigem aufgelegtem schmalem Fries mit floralem Dekor, Steg mit plastisch ausgebildeter Hand als Abschluss;

Henkel mit zentral senkrecht verlaufenden seitlichen Profilen und zentral auflegetme schmalem Fries mit floralem Dekor, , unten spiralförmig auslaufend mit Fortsetzung zur darunter aufgelegten Groteske. 

das gesamte Gefäß ist gleichmäßig engobiert und in eine Form eingedreht; unter dem Standboden die eingestempelte verschlungene Signatur HS - es ist nahezu identisch mit der Inv. Nr. 7014

 

Datierung1850-1900 (Historismus)
Hersteller Kuenstler44909
HerstellungszweckDekorobjekt
vgl auch Objekt152801
Literaturverweis48147
Bemerkung (Literaturverweis)S. 346ff
ZugangsartSchenkung
Copyright44848