Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7030

Expertenmodus
 
Hauptspezies Becher
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Museum44848
Inv.-Nr.7030
Form des Objekts zylindrisch
Form (in Freitext)leicht konkav eingezogen
Stand-/BodenformFlachboden
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
  • [Auftragungen]
  • engobiert
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • profiliert
  • Rillung
Darstellung
  • [Rund- / Oval- / Viereck-Auflage]
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage Menschen
IkonographieSonnengott SOL
InschriftenPRAEFECTVS SO L DIEI
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)10
Boden ∅ (B)8,5
maximaler ∅ (Dmax)8,5
Restaurierungmehrfach gebrochen und zusammengeklebt
Bemerkung

Zylindrischer, mittig leicht konkav eingezogener Becher, aus der Werkstatt des Hubert Schiffer (19. Jh. - Historismus). 

Gerundet abgedrehter Mündungsrand als breiter Wulst, darunter drei waagerecht umlaufende parallel eingedrehte Zierprofile - diese Struktur wiederholt sich an der UNterseite des Gefäßes über dem flachen Standboden;

Mitteteil des Gefäßes mit feinkörnig unregelmäßiger Strukturierung, darauf zwei gegenständig zueinander aufgelegte leicht ovale Medaillons mit einer mythologischen Gottheit, die eine Krone und einen Umhang trägt, in einer Hand einen Stab mit Sonnenkopf, in der anderen einen einfachen dünnen STab, zu ihren Füßen ein liegender Löwe ; in Schriftbändern umlaufend die Inschrift PRAEFECTVS SO L DIEI (Eigentlich: SOL PRAEFECTVS DIEI = Sol, Herrscher des Tages); die Vorlage dazu ist ein Kupferstich; wahrscheinlich aus der Werkstatt des Hans Sebald Beham (1500-1550).

An zwei gegenüberliegenden Seiten ist die senkrechte Trennnaht der beiden Teile der Hohlform zu erkennen, in die das Objekt eingedreht wurde; unter dem Boden ein bestempeltes HS als Signatur des Hubert Schiffer.

 

Datierung1850-1900 (Historismus)
Hersteller Kuenstler44909
HerstellungszweckDekorobjekt
Literaturverweis48147
Bemerkung (Literaturverweis)S. 346ff
ZugangsartSchenkung
Copyright44848