Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7025

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Zylinderbauchkrug
mundartliche BenennungenLandsknechtskrug - Schifferkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7025
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel in Form gedrückt
  • dekorativer Henkelauslauf
  • Henkelquerschnitt gekehlt
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Bauchfries
  • Halsfries
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Kannelierung
  • modelliert
  • modelliert (weiterbearbeitet)
  • profiliert
  • Rollstempeldekor
  • Stempelung
  • Zirkelschlagornament
  • [Auftragungen]
  • engobiert
  • Wappen
Darstellung
  • [Bauchfries]
  • Bauchfries Menschen (Soldaten)
  • [Halsfries]
  • Halsfries Menschen
  • [Wappen]
  • unbestimmtes Wappen
IkonographieLandsknechte
Materialgebrannter Ton
Formtechnik eingedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)37
maximaler ∅ (Dmax)18
Bemerkung

Zylinderbauchkrug  aus der Werkstatt des Hubert Schiffer (19. Jh.);

waagerecht abgedrehter Mündungsrand mit darunter liegender sich erweiternder Freifläche, auf Höhe des oberen Henkelansatzes mehrere parallele waagerecht umlaufende Zierprofile, drunter ein Halsfries mit Maskaronen, darunter wiederum mehrere waagerecht eingedrehte parallele Zierprofile; 

konvexe Gefäßschultewr mit Zirkelschlaornamenten, dazwischen oben eingestempelte kreuzförmige Motivem darunter umlaufende Netzwerkstruktur, unten abgeschlossen durch mehrere parallele waagerecht umlaufende Zietgrate und Hohlkehlen mit Rollstempeldekoren, zuletzt ein breiter waagerechter Wulst mit darunterliegender schmaler Hohlkehle mit senkrechten Kanneluren;

eingezogener zylindrischer Mittelteil mit aufgelegtem Bauchfries, der unter sieben Arkadenbögen einzelne Landsknechte in unterschiedlicher Haltung zeigt, basierend auf den Friesen vom Ende des 16. Jh., unten abgeschlossen durch einen breiten waagerecht umlaufenden Zierwulst, unter dem Henkel ein aufgelegtes ovales Medaillon mkit nicht zugewiesenem einteiligem Wappen, im Schild ein Keil mit mehreren lilienartigen Blüten sowie drei runden Blüten; 

Gefäßunterteil konvex eingezogen mit senkrechten Kanneluren und dazwischenliegenden senkrechten Profilen, eingeschnürter Gefäßfuß mit mehreren waagerecht umlaufenden Profilen und gerundet abgedrehter Standfläche;

Henkel mehrfach senkrecht profiliert, unten in einer spiralförmigen Schnecke auslaufend.

Das Objekt entspricht einer Überdrehform aus Gips, die in der Schreinereiwerkstatt desd Adam Menicken gefunden wurde (Inv. Nr. 7024). 

Datierung1850-1900 (Historismus)
Hersteller Kuenstler44909
HerstellungszweckDekorobjekt
vgl auch Objekt153889
Literaturverweis48147
Bemerkung (Literaturverweis)S. 346ff
ZugangsartSchenkung
Copyright44848