Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7023

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenKurfürstenkrug- Schifferkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7023
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel in Form gedrückt
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelauslauf]
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Bauchfries
  • [Auftragungen]
  • engobiert
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Kannelierung
  • profiliert
  • Stempelung
Darstellung
  • [Bauchfries]
  • Bauchfries Menschen ([Kur-]Fürsten)
IkonographieKurfürsten
Materialgebrannter Ton
Formtechnik eingedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)11
maximaler ∅ (Dmax)7
Bemerkung

Zylinderbauchförmiger Krug aus der Werkstatt des Hubert Schiffer, Raeren (19. Jh.) mit Kurfürstenfries unter Arkaden;

flach abgedrehter und konisch eingezogener Mündungsrand, darunter mehrere waagerecht umlaufende parallele Zierprofile, mit dazwischenliegender schmaler FReifläche, darauf waagerecht nebeneinanderliegende Blütenstempel, anschließend konvexe schmale Gefäßschulter mit senkrechten Kanneluren, dazwischen einzelne eingestempelte Herzen, Spitze nach oben, auf Höhe des unteren Henkelauslaufs eine waagerecht umlaufende Hohlkehle als Übergang zum zylindrischen Mittelteil;

Bauchfries mit insgesamt 7 Arkadenfeldern, darin die traditionellen Kurfürstendarstellungen vom Ende des 16. bzw. Anfang des 17. Jh.;

unterer Abschluß zum Gefäßunterteil mit einfachem waagerecht umlaufendem Profil, darunter senkrechte Kanneluren mit dazwischenliegenden einzelnen Blütenstempeln bis zum eingeschnürten Gefäßfuß mit mehreren waagerecht umlaufenden Zierprofilen, Fuß gerundet abgedreht;

Henkel an den Seiten leicht senkrecht profiliert und unten in einer dreieckigen Spitze auslaufend;

das gesamte Gefäß ist gleichmäßig engobiert und in eine Form eingedreht; unter dem Standboden die eingestempelte verschlungene Signatur HS - deutlich zu erkennen sidn die Trennähte, an denen die vier Teile der Hohlfrom zusammengekommen sind; wahrscheinlich handelt es sich bei dem für Schiffers Verhältnisse recht grob gearbeiteten und recht kleinen Gefäß um ein sehr frühes Exemplar vom Beginn der Produktion, möglicherweise auch um ein miniaturisiertes Schauexemplar. 

Datierung1850-1900 (Historismus)
Hersteller Kuenstler44909
HerstellungszweckDekorobjekt
Literaturverweis48147
Bemerkung (Literaturverweis)S. 346ff
ZugangsartSchenkung
Copyright44848