Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7021

Expertenmodus
 
Hauptspezies Kanne
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Schnabelkanne
mundartliche BenennungenSchifferkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7021
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel in Form gedrückt
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Ausgussform]
  • Schnabel
  • [Auflagen]
  • [Auftragungen]
  • engobiert
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • profiliert
  • Rillung
  • Rollstempeldekor
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
  • Maske
  • Halsfries
Darstellung
  • [Rund- / Oval- / Viereck-Auflage]
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage Menschen
IkonographieAbraham
InschriftenABRA HAM
Inschriften (Jahr)(15)85
Materialgebrannter Ton
Formtechnik eingedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)32
Mündungs ∅ (M)6,5
maximaler ∅ (Dmax)15
Bemerkung

Kugelbauchförmige Schnabelkanne aus der Werkstatt des Hubert Schiffer, Raeren (19. Jh.) mit Medaillons und Halsfries

gerundet abgedrehter Mündungsrand, darunter konisch erweiterte Freifläche , in einen waagerecht eingedrehten Profilwulst übergehend, darunter ein aufgelegter Halsfries mit nebeneinander stehenden Drachen-/Schlangenköpfen, unten abgeschlossen durch ein waagerecht umlaufendes Profil;

hoher, leicht konischesd Hals ohne Dekorelemente, unten abgeschlossen durch einen waagerecht umlaufenden eingedrehten Doppelwulst mit dazwischenliegender Hohlkehle; auf dem kugelförmigen Gefäßkörper beidseitig zwischen Henkel und Schnabel je ein identisches aufgelegtes Mwedaillon mit Rollwerkornamentik und einem stehenden Mann unter kronenförmigem Baldachin mit einem langen Stab in der rechten Hand, darunter die Inschrift ABR AHAM (15)85

stark eingeschnürter Fuß mit mehreren parallel umlaufenden schmalen waagerechten Profilen, unterer Teil fast zylindrisch über einer gerundet abgedrehten Standfläche;

röhrenförmiger Schnabel mit geometrischen Dekoren und zwei Maskaronen, gehalten von einem gerundet abgearbeiteten Steg mit geometrischen Dekoren, am unteren Auslauf ein aufgelegtes ovales Maskaron; 

Henkel gegenständig zum Schnabel mit mittigem senkrechtem Doppelprofil, unten in zwei kurze dreieckige Spitzen auflaufend; 

das gesamte Gefäß ist ungleichmäßig engobiert und in eine Form eingedreht; unter dem Standboden die eingestempelte verschlungene Signatur HS71, daneben ein Klebeetikett mit Aufschrift in Sütterlin: "Großer Weinkrug - existiert nur in 4 Exemplaren"

 

Datierung1850-1900 (Historismus)
Hersteller Kuenstler44909
HerstellungszweckDekorobjekt
Literaturverweis48147
Bemerkung (Literaturverweis)S. 346ff
ZugangsartSchenkung
Zugangsdatum06/2012
Copyright44848