Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7015

 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Zylinderbauchkrug
mundartliche BenennungenSchifferkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7015
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel in Form gedrückt
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Bauchfries
  • Halsfries
  • [Auftragungen]
  • engobiert
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Kannelierung
  • profiliert
  • Rollstempeldekor
  • Stempelung
  • Maske
  • Rillung
  • Zirkelschlagornament
Darstellung
  • [Bauchfries]
  • Bauchfries Menschen (Köpfe / Büsten)
  • [Halsfries]
  • Halsfries Menschen
IkonographieBauerntanz und Hector
InschriftenHECTOR ANNO 1596
Inschriften (Jahr)1596
Materialgebrannter Ton
Formtechnik eingedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)51
maximaler ∅ (Dmax)25
Bemerkung

Zylinderbauchförmiger sehr großer Krug aus der Werkstatt des Hubert Schiffer, Raeren (19. Jh.) mit Halsfries Bauerntanz und Bauchfries mit Medaillons (HECTOR);

flach abgedrehter Mündungsrand, darunter leicht konisch erweiterte Freifläche über einem ZIerprofil mit Rollstempeldekor und darunter liegender Hohlkehle mit mehreren Rillen, auf dem hohem schmalen zylindrischen Gefäßhals ein aufgelegter Fries mit Musikanten und sechs freistehenden Bauernpaaren ohne Arkaden, darunter die bekannte INschrift GERET : DV : MVS : DAPER : BLASEN : SO : DANSEN : DIE : BVREN : ALS : WEREN : SI : RASEN , darunter ein waagerecht umlaufendes Doppelprofil mit dazwischenliegender Hohlkehle, anschließend eine weitere Hohlkehle mit senkrchten Kanneluren;

konvex gewölbte schmale Gefäßschulter mit senkrechten Doppelkanneluren, dazwischen senkrechter floraler Rollstenpeldekor, die zwischenliegenden Felder abwechselnd mit Netzwerkstempel und mittig aufgelegtem Maskaron und floralem Einzelstempel, darunter vier weitere Profilwülste mit dazwischenliegenden Hohlkehlenm sich nach unten erweiternd und mit verschiedenen Rollstenpeldekoren versehen, die untere Hohlkehle mit senkrechten Kennluren und insgesamt fünf aufgelegten Teufelsmaskaronen am Übergang zum flach auskragenden weiten Abschlussgrat zum Gefäßmittelteil, dieser mit großbögigen Zirkelschlagornamenten und dazwischenliegenden aufgelegten Akanthusblättern (oben) sowie Einzelstempeln(unten) dekoriert, äußerer Abschluss durch zwei schmale Profile mit Perlstab- bzw. Rollstempelmuster, darunter die Hohlkehle mit senkrechten Kanneluren; 

nach unten sich verjüngender konvex gewölbter Unterteil mit breiten senkrechten Kanneluren und dazwischenliegenden Profilen mit Rollstempeldekoren, auskragender Fuß mit mehreren parallel umlaufenden schmalen waagerechten Profilen mit Perlstabmuster über einer gerundet abgedrehten Standfläche;

hoher leicht konkav eingezogener Mittelteil mit fortlaufendem floralem Muster, unter dem Henkel ein aufgelegtes Teufelsmaskaron und seitlich davon je ein ovales Medaillon mit rautenförmigem MIttelteil, umgeben von floraler Ornamentik, darin links ein Männerkopf mit Helm im Profil, rechts ein Frauenkopf mit Haube (Gebende); gegenstädnig zum Henkel zwei ovale Medaillons gleicher Art, darin spiegelverkehrt der behelmte Männerkopf im Profil, links mit der Inschrift HECTOR, rechts ANNO 1596, daziwschen eine säulenartige Struktur, links und rechts je ein schreitender Greif; 

Henkel mit zentral senkrecht verlaufenden Profilen, unten spiralförmig auslaufend mit Fortsetzung zur darunter aufgelegten Groteske. 

das gesamte Gefäß ist gleichmäßig engobiert und in eine Form eingedreht; unter dem Standboden die eingestempelte verschlungene Signatur HS

 

Datierung1850-1900 (Historismus)
Hersteller Kuenstler44909
HerstellungszweckDekorobjekt
Literaturverweis48147
Bemerkung (Literaturverweis)S. 346ff
ZugangsartSchenkung
Copyright44848