Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

5005

Expertenmodus
 
Hauptspezies Kanne
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Museum44848
Inv.-Nr.5005
Form des Objekts kugelförmig
Form (in Freitext)mit hohem Hals
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • dekorativer Henkelauslauf
  • Henkelquerschnitt profiliert
Ausgussform Schnauze
Farbe
  • grau
  • kobaltblau
  • mittelbraun
Dekoration
  • Maske
  • [Auflagen]
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Kannelierung
  • profiliert
  • Rollstempeldekor
  • Stempelung
  • Zirkelschlagornament
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)32
Boden ∅ (B)9
maximaler ∅ (Dmax)18,5
Restaurierungaus mehreren zueinander gehörenden Teilen zusammengeklebt und ergänzt
Bemerkung

Große kugelförmige Kanne mit hohem bikonischem Hals, darauf ein auskragender breiter  gerundet abgedrehter Mündungsrand mit handgeformter Schnauze, darunter ein aufgelegtes Teufels-/Löwenmaskaron, oberes und unteres Drittel kobaltblau bemalt; unterhalb des Mündungsrandes waagerecht umlaufendes eingedrehtes Profil mit Rollstempeldekor (Fischgrätenmuster), darunter mehrere parallele waagerecht eingedrehte Profilkehle mit Kobaltbemalung und dazwischenliegender Reihe aus Rautenstempelelementen; mittig des Halses, unterhalb des Medaillons, waagerecht umlaufende breite Zierrille mit Kobaltbemalung; als obere Begrenzung des kugelformigen Gefäßkörpers waagerecht umlaufende eingedrehte ZIerkehle mit Kobaltbemalung, darunter waagerecht nebeneinenader eingestempelte Blütenmotive auf kobaltblauem Grund, das mittlere Motiv (gegenständig zum Henkel) größer und detaillierter ausgearbeitet; darunter zwei langgezogene waagerecht verlaufende Zirkelschlagornamente, gegenständig zum Henkel in einem gestempelten Doppelkreis zusammenlaufend, dazwischen kobaltblaue Bemalung, darunter waagerecht umlaufender Rollstempeldekor mit Herzen und runden Blüten; 

mittig des Gefäßkörpers drei parallele waagerecht umlaufende eingedrehte Profile mit Tollstempeldekor, die dazwischenliegenden Kehlen mit Kobaltbemalung; darunter waagerecht umlaufender großformatiger Rollstempeldekor aus Herzen und kreisrunden Blüten; darunter senkrechte Kanneluren mit Kobaltbemalung, die Zwischenräume mit senkrechten Rollstempeldekoren und getupften kobaltblauen Punkten dekoriert; oberhalb und auf dem hohen Gefäßfuß mit Lindenboden mehrere parallele ewaagerect eingedrehte Zierrillen; Henkel langgezogen mit einzelnem senkrechtem Profil und langgezogen dreieckig spitz abgestrichen. 

Datierung1600-1650 (BAR I)
HerstellungszweckSchankgefäß
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 114 o.l. (ähnlich)
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848