Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2141

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe Humpen
Museum44848
Inv.-Nr.2141
Form des Objekts zylindrisch
Form (in Freitext)oben leicht konisch eingezogen
Stand-/BodenformFlachboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt profiliert
MontierungAnsatz eines Zinndeckels
Farbe
  • grau
  • kobaltblau
Dekoration
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Ritz- / Red-Dekor (pflanzlich)
  • Rillung
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Bemerkung

Kleiner Humpen mit rund abgedrehtenm Mündungsrand, nach oben leicht konisch verjüngt; ab Höhe des oberen Henkelansatzes mehrere waagerechte parallele Ziergrate/Rillen, zwei davon mit kobaltblauer Smalte waagerecht bemalt; das gleiche Muster wiederholt sich im unteren Gefäßbereich unmittelbar über dem flachen Standboden; dazwischen liegende Mitte des Gefäßkörpers beidseitig des unteren Henkelauslaufs mit Red-/Knibisdekor: senkrecht stehende Blätter (Knibis), dazwischen eingeritze und kobaltblau bemalte florale Elemente (Reed), sich identisch wiederholend.

Da es sich bei dem Gefäß nicht um einen eindeutig nachgewiesenen archäologischen Fund handelt, sondern um ein Objekt aus dem Verbrauchermilieu (siehe auch Ansatz des nicht mehr vorhandenen Zinndeckels), kann keine Zuweisung zur Raerener Produktion erfolgen - vielmehr handelt es sich um einen Humpen in typischer Westerwälder Art des 18.-19. Jh,., möglicherwiese auch aus einem der Ausstrahlungsorte des Westerwaldes. 

Datierung1650-1800 (BAR II)
HerstellungszweckTrinkgefäß
Zugangsartunklar
Copyright44848