Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2136

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Museum44848
Inv.-Nr.2136
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe
  • grau
  • kobaltblau
  • hellbraun
  • mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Halsfries
  • Wappen
Darstellung
  • [Halsfries]
  • Halsfries Ornamente
  • [Wappen]
  • unbestimmtes Wappen
  • Wappen einteilig
IkonographieWappen des Jean-Baptiste Maes und seiner Frau Marie de Boischot
InschriftenIBM BM
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Bemerkung

Gefäßkörper mit sehr hohem zylindrischem Mittelteil und kurzem zylindrischem Hals, Mündungsrand leicht konisch nach innen verjüngt und rund abgedreht, darunter eine glatte Fläche; auf Höhe des oberen Henkelansatzes doppeltes waagerecht umlaufendes Zierprofil, drunter ein eufgelegter Halsfries mit geometrischer Ornamentik, darunter doppeltes waagerecht umlaufendes Zierprofil mit dazwischenliegender kobaltblau bemalter Rille, unteres Profil mit Rollstempeldekor; konvexe Gefäßschulter mit senkrechten kobaltblau bemalten Kanneluren, am Rand mit Fischgräten-Rollstempel, dazwischen alternierend Netzwerk-Stempeldekor auf grauem Grund und eingestempelte florale Ornemantik auf kobaltblau bemalter Fläche; Übergang zum zylindrischen Gefäßkörper mit mehreren waagerecht umlaufenden parallelen und teils weit auskragenden Zierprofilen, mit verschiedenen Rollstempeldekoren und kobaltblauer Bemalung; auf dem hohen zylindrischen Mittelteil eingrevierte Blütenranken mit Blütenstempeln im typischen Stil des Jan Baldems, Außenflächen mit kobaltblauer Smalte bamlt; gegenständig zum Henkel das aufgelegte ovale Medaillon mit Wappen des Jean-Baptiste Maes, Rat von Brabant, und seiner Eherfrau Marie de Boischot  mit der Inschrift IBM BM und rautenförmigem Wappenschild, senkrecht geteilt mit floralen Mustern und getragen von einem Engel; links und rechts zwei unterschiedliche aufgelegte ovale Medaillons mit nicht zugewiesenen Wappen; Gefäßkörper unten zum konisch eingezogenen UNterteil durch drei parallele waagerecht umlaufende Zierprofile mit Rollstempeldekor abgetrennt; Unterteil durcz senkrechte Kannelierungen strukturiert, die dazwischen liegenbden Fleder alternierend mit senkrechten eingravierten Linien auf grauem Grund und gestempelten floralen Dekoren auf kobaltblauem Grund; stark eingeschnürter Fuß mit waagerecht umlaufendem Zierprofil und Kobaltbemalung am oberen Ende; profilierter Henkel mit floralem Rollstempeldekor und getupfter Kobaltbemalung, nach unten spitz dreieckig abgestrichen. 

Datierung1600-1650 (BAR I)
Hersteller Kuenstler59143
HerstellungszweckSchankgefäß
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 68 l. u. - S. 75 r. o.
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848