Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2126

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenWappenkrug
Museum44848
Inv.-Nr.2126
Form des Objekts kugelförmig
Form (in Freitext)mit zylindrischem Hals
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe
  • beige
  • hellbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Halsfries
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • profiliert
  • Stempelung
Darstellung
  • [Rund- / Oval- / Viereck-Auflage]
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage Tiere
  • [Halsfries]
  • Halsfries Menschen
IkonographieWappen mit Greif
InschriftenAUS <> DEISEN <> POTECKEN <> SALMAN <> DRENCKEN <> VND <> D <> B <> G <> GD +
Inschriften (Jahr)1604
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)30
Boden ∅ (B)9,5
maximaler ∅ (Dmax)21
Bemerkung

Kugelförmiger Gefäßkörper, nach unten lang gezogen und in einen hohen profilierzten Standfuß übergehend, zylindrischer Hals mit rund ebgedrehtem Mündungsrand; auf Höhe des oberen Heneklansatzes ein waagerecht umlaufendes  einfaches Zierprofil, darunter ein aufgelegter Halsfries mit Maskaronen und geomeztrischer Ornamentik; am Übergang zum Gefäßkörper mehrfach waagerecht eingedrehte Profilrille, darunter ein freies Feld mit Blütenstempeln, dann wieder ZIerrillen, dann ein freies Feld mit eingestempelten aufrechten DReieckhalen, dann wieder waagerecht eingedrehte Zierrille, knapp über dem unterenb Henkelansatz; Henkel mit senkrechten Zierprofilen und dreieckig spitz abgestrichenem Henkelauslauf: hoher profilierter Fuß mit unten umlaufenden waagerechten Zierrillen und Linsenboden; auf dem Gefäßkörper drei identische aufgelegte ovale Medaillons mit Wappen, im Wappenschild ein Greif, der sich in der Helmzier wiederholt (Wappen nicht zugewiesen), zwischen der Helmzier die Datierung 1604, in einem umlaufenden Schriftnanmd die Inschrift: 

AUS <> DEISEN <> POTECKEN <> SALMAN <> DRENCKEN <> VND <> D <> B <> G <> GD +
Aus diesem Pöttchen soll man trinken und dabei Gottes gedenken.

Entgegen der Auflagendatierung entspricht das Gefäß dem Stil zwischen 1570-1580 (REN I) oder 1580-1590 (REN II) und weist keinerlei barocke Merkmale auf. 

 

Datierung1600-1650 (BAR I)
Datum/Zeitraum1604
ZusatzW 137/1264 - HF 185/1544
HerstellungszweckTrink- oder Schankgefäß
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 18 Mitte
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848