Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2097

 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenWappenkrug
Museum44848
Inv.-Nr.2097
Form des Objekts kugelförmig
Stand-/BodenformLinsenboden
Handhaben [Henkel]
Farbe
  • grau
  • hellbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Halsfries
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • modelliert (weiterbearbeitet)
  • engobiert
  • [Auftragungen]
IkonographieWappen des Heinrich Stravius (?), Kanoniker an St. Lambert in Lüttich 1607-1626
Inschriften (Jahr)1614
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Restaurierunggeklebt und teilweise ergänzt
Bemerkung

Jugelförmiger Gefäßkörper mit zylnidrischem Hals, Mündungsrand glatt und nach oben hin leicht konisch zulaufend sowie rund ebgedreht; unter der glatten Fläche zwei waagerecht umlaufende eingederhte Zierprofile, darunter ein schmaler aufgelegter Halsfries mit Herzen, runden Maskaronen und Ornamentik, nach unten am Ansatz  des Gefäßkörpers abgeschlossen durch zwei weitere waagerecht umlaufende eingedrehte Zierprofile;

auf dem Gefäßkörper gegenständig zum Henkel und jeweils seitlich aufgelegt drei identische runde Wappenmedaillons, im Wappenschild drei diagonal angeordnete Jakobsmuscheln, darüber die Jahreszahl 16 14;

breiter. leicht eingeschnürter Satndfuß mit doppelten waagerecht eingedrehten Profilrillen über einer gallten gewölbten Standfläche; hier sind Engobeabläufe zu erkennen.

Bei dem Wappen handelt es sich laut Kohnemann (Auflagen auf Raerener Steinzeug) um das des Kanonikers Heinrich Stravius (?), tätig an St. Lambert in Lüttich zwischen 1607 und 1626. Trotz der Datierung hat der Krug die Anmutung eines traditionellen Gefäßes aus der Phase um 1570-1590 (REN I).

Datierung1600-1650 (BAR I)
HerstellungszweckTrink- oder Schankgefäß
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 27, r.u.
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848