Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

1418

 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenMedaillon
Museum44848
Inv.-Nr.1418
Form des Objekts linsenförmig
Form (in Freitext)oval
Farbe
  • grau
  • hellbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
Darstellung Rund- / Oval- / Viereck-Auflage Menschen
IkonographieMusketier ohne Geld
InschriftenGELDRLO S: BEN : ICH ALTOS : ALSO : MOETEN SEI : WEISSEN : DEI : DIT LEISSEN : 1585 : G : E : - ICH BEN EIN HELT ICH HAF DEN BVIDL SANDE GELT
Inschriften (Jahr)1585
Materialgebrannter Ton
Formtechnik
  • in die Form gedrückt
  • gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
maximaler ∅ (Dmax)9,5
Bemerkung

Aus der Scherbe ausgeschnittenes ovales Medaillon mit doppeltem geflochtenem Rand, dazischen die Inschrift: GELDRLO S: BEN : ICH ALTOS : ALSO : MOETEN SEI : WEISSEN : DEI : DIT LEISSEN : 1585 : G : E : (Gelderlos bin ich allzeit, dies müssen die8jenigen) wissen, die dies lesen, 1585 GE = Gerard Emonts)  - im Innenfeld eine weitere umlaufende Inschrift:  ICH BEN EIN HELT ICH HAF DEN BVIDL SANDE GELT - Ich bin ein Held, ich habe den Beutel ohne Geld

In der Mitte zentral ein stehender MUsketier mit Pluderhosen und Schwert, in der linken Hand eine aufrecht stehende Lanze, rechts einen leeren Beutel

Bei der Darstellung handelt es sich um einen der oft nicht oder nur schlecht bezahlten Söldner, die auch schon vor dem Dreißigjährigen Krieg (ab der 2. Hälfte des 15. Jh.) als Fußkämpfer eingesetzt wurden und wegen häufig ausbleibender Soldzahlungen oder "Arbeitslosigkeit" als Marodeure und Plünderer verschrieen waren.

Datierung2
Datum/Zeitraum1585
Hersteller Kuenstler48275
HerstellungszweckVerzierung
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 138
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848