Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

1415

 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenMedaillon
Museum44848
Inv.-Nr.1415
Form des Objekts linsenförmig
Form (in Freitext)rund
Farbe hellbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Rund- / Oval- / Viereck-Auflage
Darstellung Rund- / Oval- / Viereck-Auflage Menschen
IkonographieDavid und Bathseba
InschriftenDAFIT
Materialgebrannter Ton
Formtechnik
  • gedreht
  • in die Form gedrückt
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
maximaler ∅ (Dmax)9,5
Bemerkung

Aus der Scherbe ausgeschnittenes rundes Medaillon mit biblischer Szene: David sieht Bathseba im Bad - links unten die Frauengestalt in einer gemauerten Badewanner, rechts oben auf einem Balkon der beobachtende König, darüber die Inschrift DAFIT

Als Vorlage diente wahrscheinlich ein Kupferstich des Georg Pencz (um 1500-1550), Schüler von Albrecht Dürer und wie die Brüder Beham einer der "Nürnberger Kleinmeister"

Biblischer Überlieferung zufolge erblickt König David vom Dach seines Palastes aus Bathseba beim Bade. Obgleich er weiß, dass sie dem Urias als Gattin angehört, ruft er Bathseba zu sich. Urias aber wird auf seinen Befehl hin bei der Belagerung von Rabba in vorderster Front aufgestellt. Als sich die daran geknüpfte Hoffnung Davids erfüllt und Urias fällt, macht er Bathseba zu seiner Gattin. (Altes Testament 2 SAM 11)

Datierung2. Hälfte des 16. Jh.
HerstellungszweckVerzierung
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 151
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848