zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenLöwenmaskaron
Museum44848
Inv.-Nr.1468
Form des Objekts linsenförmig
Form (in Freitext)oval
Farbe mittelbraun
Darstellung Rund- / Oval- / Viereck-Auflage Tiere
IkonographieLöwe mit offenem Maul
Materialgebrannter Ton
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
maximaler ∅ (Dmax)9
BemerkungAus der Scherbe ausgeschnittenes Löwenmaskaron mit offenem Maul, das zum Einhängen eines Ringes diente.
Im Gegendsatz zu den anderen Auflagen sind solche Maskarone in der Regel nicht aus einer Matroze abgedrückt, sondern aucb einem anmontierten Tonklumpen handgeformt und daher eigentlich nie identisch, sondern wieien individuelle Merkmale auf.
Sie wurden in der Regel unterhalb des Mündungsrandes angebracht, in den meisten Fällen an Kannen unterhalb der Schnute - dies scheint aufgrund der Wölbuung der Rückwand auch hier der Dall zu sein. Es gibt aber auch Exemplare, die auf dem Gefäßkörper - oft unterhalb des Henkelauslaufs - aufgelegt wurden (bei diesen ist die Wölbung flacher). In das offene Maul konnte ein Ring aus Metall oder gebranntem Ton eingehängt werden, der beim Benutzen des Gefäßes klimperte. Diese Ringe sind nur in den seltensten Fällen erhalten geblieben.
Löwenmaskarone dieser Art tauchen ab den späten 1570er Jahren auf und sind bis zum Ende des 16. Jh,. max. bis 1620 zu finden.
Eine absolut identische Umzeichnung ist nicht vorhanden, wohl aber mehrere ähnliche Motive (siehe Kohnemann, Auflagen - S. 113 ff.).
Datierung2. Hälfte des 16. Jh.
HerstellungszweckVerzierung
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 114 r. o. (ähnlich)
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848