Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2101

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenZylinderhalskrug
Museum44848
Inv.-Nr.2101
Form des Objekts eiförmig
Stand-/BodenformStandfuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • Henkel gezogen
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe
  • dunkelbraun
  • grau
Dekoration
  • Wappen
  • Rillung
  • [Auflagen]
  • profiliert
Darstellung Wappen einteilig
IkonographieWappen von H. Schulenburg, Henot aus Aachen
InschriftenH:SCHVLENBVRH
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)26
Boden ∅ (B)9
maximaler ∅ (Dmax)15
Bemerkung

Eiförmiger Gefäßkörper, sich nach unten zum eingeschnürten Standfuß hin verjüngend, zylindrischer hoher Hals an der Basis mit eingedrehter Einschnürung; Hals mit rund abgedrehtem Mündungsrand bis zum oberen Henkelansatz glatt, darunter parallel waagerecht eingedrehte Zierrillen; Henkel mit senkrechten Profilen und unten dreieckig spitz abgestrichen; Übergang zum rund abgedrehten Standfuß mit mehreren waagerechten Profilrillen; der Hals ist verbogen (zu hohes Belastungsgewicht während des Brandes, ungleichmäßiger Übergang):

Auf dem Gefäßkörper drei einzelne Wappen aufgelegt: gegenständig zum Henkel das viergeteilte Wappen der Familie Henot aus Aachen oder Köln (l. o. und r.u. je zwei waagerechte Balken, r. o. und l. u. je drei Lilien); rechts und links das senkrecht geteilte Wappen (links drei Doppelhaken, rechts drei übereinderstehende schreitende Löwen) des H. Schulenburg mit der Inschrift im Banner unter dem Wappenschild: H : SCHVLENBVRH.

Über den H. Schulenburg ist nichts bekannt, es gibt jedoch ein brandenburg-preußisches Adelsgeschlecht mit diesem Namen; das Wappen der Familie Henot wird mehrfach auch in Kombiination mit anderen Familienwappen verwendet.

Datierung1550-1570 (FNZ II)
Datum/Zeitraum1550 - 1600
HerstellungszweckTrink- oder Schankgefäß
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 63 und 84
Zugangsartarchäologischer Fund