Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

5049

Expertenmodus
 
Hauptspezies Horn
zugehörige Funktionsgruppe [Musik, Geräusche]
mundartliche BenennungenPilgerhorn
Museum44848
Inv.-Nr.5049
Form (in Freitext)rund-spiralförmig
Farbe weiß
Materialgebrannter Ton
Formtechnik handgeformt
Brenntechnik Irdenware
maximaler ∅ (Dmax)15
Bemerkung

Oval-rund in Spiralform gebogene dünne Röhre mit gerundet abgedrehtem Mundansatz und geweitetem Endstück, in der Rundung miteinander verbunden. Es handelt sich um ein Horn (Klangobjekt), gemäß seiner Verwendung auch "Pilgerhorn" genannt.

Diese Form ist bisher nur aus Raeren dokumentiert (dieses Objekt sowie mehrere Bruchstücke). Ikonografisch ist es auf einem kolorierten Kupferstich von Abraham Hogenberg (1578-1656, Köln) aus dem Jahr 1632, der die Zeigung der Aachener Heiligtümer dokumentiert - im Bildvordergrund bläst ein Junge das Horn. 

Datierung1600-1650 (BAR I)
HerstellungszweckErzeugung von Geräuschen
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848