Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2067

Expertenmodus
 
Hauptspezies Öllampe
zugehörige Funktionsgruppe [Beleuchten]
mundartliche BenennungenDoppelöllampe
Museum44848
Inv.-Nr.2067
Form des Objekts
  • linsenförmig
  • zylindrisch
Stand-/BodenformLinsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • Henkelauslauf abgestrichen (ohne Dekoration)
  • Henkelquerschnitt gekehlt
Ausgussform Schnauze
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Drehriefen
  • profiliert
Materialgebrannter Ton
Formtechnik
  • gedreht
  • montiert
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)22
Boden ∅ (B)9
maximaler ∅ (Dmax)10
Bemerkung

Doppelte Öllampe, aus zwei der üblichen Öllämpchen (Flache kleine Schalenform mit schnauzenförmigem Ausguss, der allerdings zum Einlegen eines Dochtes dient – in die kleine Schale wurde ein brennbares Material (Öl, Fett, Talg usw.) eingefüllt, der darin eingelegte Docht saugte sich voll und konnte angezündet werden, um ein schwaches Licht abzugeben.) zusammenmontiert, unter der unteren Schale mit Schnute ein anmontierter gedrehter und profilierter Fuß, in der Mitte der Schaleein hohler, hoher und leicht konischer Körper mit Drehriefen, darauf aufgesetzt eine zweite Öllampe, etwas kleiner als die untere aber ansonsten in der gleichen Form - kleiner gekehlter Henkel mittig des Zwischenstücks.

Diese Doppelöllampen kommen relativ selten vor, sind aber in ähnlicher Form auch mittels flämischer Gemälde dokumentiert. Sie gaben das doppelte an Licht wie die einfachen Öllämpchen und konnten mit Hilfe des Griffs leicht versetzt bzw. mitgenommen werden.

Aufgrund des profiliert gedrehten Fußes muss bei diesem Exemplar von einer Entstehungszeit zu Beginn des 16. Jh. ausgegangen werden.

Datierung1500-1550 (FNZ I)
HerstellungszweckBeleuchtung
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848