Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2062

Expertenmodus
 
Hauptspezies Toilettenschüssel
zugehörige Funktionsgruppe [Sanitärkeramik]
mundartliche BenennungenNachttopf, Pisspott
Museum44848
Inv.-Nr.2062
Form des Objekts kugelförmig
Form (in Freitext)mit breit auskragendem Mündungsrand
Stand-/BodenformFlachboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • Henkelauslauf abgestrichen (ohne Dekoration)
  • Henkelquerschnitt gekehlt
Farbe
  • dunkelbraun
  • mittelbraun
Dekoration
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Drehriefen
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)12
Boden ∅ (B)8,5
maximaler ∅ (Dmax)18
Bemerkung

Kugeliger Topf mit flachem Standboden und leichten Drehriefen, weiter auskragender Mündungsrand, oben abgerundet - Henkel oben angesetzt und auf den oberen Gefäßteil nach unten auslaufend.

Diese Art Gefäße diente als Nachttöpfe - die Salzglasur ermöglichte eine einfache Säuberung. Sie sind auf einigen flämischen Gemälden des 16.-17. Jh. zu sehen, sowohl im privaten Bereich (Schlafzimmer) als auch im öffentlichen (Dorfkneipe).

Da die Form aufgrund der Funktion gleich bleibt, ist eine genauere Datierung schwierig.

Datierung15.-16. Jh.
HerstellungszweckEntsorgung der Notdurft
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848