Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2054

Expertenmodus
 
Hauptspezies Aquamanile
zugehörige Funktionsgruppe [Sanitärkeramik]
mundartliche BenennungenSpielzeug
Museum44848
Inv.-Nr.2054
Form des Objekts kugelförmig
Form (in Freitext)mit weit auskragendem Mündungsrand
Stand-/BodenformFlachboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • Mehrfachhenkel
  • Henkelauslauf abgestrichen (ohne Dekoration)
  • Henkelquerschnitt rund
Ausgussform Tülle
Farbe
  • grau
  • mittelbraun
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)2
maximaler ∅ (Dmax)3
Bemerkung

Kleines Miniatur-Aquamanile nach Vorbild der großen Gebrauchsformen, kugeliger Gefäßkörper mit Flachboden und weit auskragendem flach gerade abgeschnittenem Mündungsrand, gegenständig zwei runde Henkel, auf den beiden anderen Flächen gegenständig je eine röhrenförmig-konische Tülle.

Diese Art Objekte dienten wahrscheinlich als Spielzeug für die Puppenstuben reicher Bürgertöchter (imposante Beispiele solcher Puppenstuben in der Sammlung des Rijksmuseums Amsterdam. Möglicherweise handelte es sich aber auch um miniaturisierte Anschauungsobjekte, die von den Händlern potentiellen Kunden gezeigt werden konnten.

Datierung2. Hälfte des 16. Jh.
HerstellungszweckSpielzeug
Zugangsartarchäologischer Fund
Zugangsdatum1963
Copyright44848