Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2043

Expertenmodus
 
Hauptspezies Apothekengefäß
zugehörige Funktionsgruppe [Chemie, Pharmazie, Technik]
mundartliche BenennungenSalbtöpfchen
Museum44848
Inv.-Nr.2043
Form des Objekts zylindrisch
Stand-/BodenformFlachboden
Farbe
  • grau
  • schwarz-braun
  • hellbraun
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)8
Boden ∅ (B)6
Mündungs ∅ (M)6
maximaler ∅ (Dmax)6
Bemerkung

Kleiner Becher mit doppeltem Profil unterhalb des Mündungsrandes.

Diese Art Gefäße findet sich in großen Mengen im Raerener Fundgut. Sie werden auch "Salbtöpfchen" genannt und dienten Alchimisten, Badern und Ärzten zur Aufbewahrung und zum Transport von Medikamenten, Salben oder anderen Substanzen. Dazu sind sie wegen der geschmacks- und geruchsneutralen sowie säureresistenten Salzglasur besonders geeignet. Das doppelt umlaufende waagerechte Profil unterhalb des Mündungsrandes diente zur Befestigung einer Abdeckung (Tuch oder Tierhaut) mittels eines Bindfadens.

Datierung1400-1500 (SMA II)
Bemerkung (Fundangabe)in einem Ofen gefunden
HerstellungszweckAufbewahrung und Transport
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848