Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Zylinderbauchkrug
mundartliche BenennungenWeihnachtskrug
Museum44848
Inv.-Nr.7105
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Form (in Freitext)mit zylindrischem Hals
Stand-/BodenformFlachboden
Handhaben- [Henkel]
- Henkel gezogen
- [Henkelauslauf]
- [Henkelquerschnitt]
- Henkelquerschnitt gekehlt
- dekorativer Henkelauslauf
Farbe mittelbraun
Dekoration- [Auflagen]
- Bauchfries
- Halsfries
- [Auftragungen]
- bemalt (vor dem Brand)
- [plastische Oberflächenbehandlung]
- Kannelierung
- profiliert
Darstellung- [Bauchfries]
- Bauchfries Menschen (religiös)
- [Halsfries]
- Halsfries Ornamente
IkonographieWeihnachtsgeschichte
InschriftenDEI : GRVS : MARIA : ENDE : ELEISSEBET : CHRISTVS : GEBVRT : DI : HERDEN : ERFVREN : DI : H : DRI : KONIGEN : JOSIP : FLIT : IN : EGIPTI
Materialgebrannter Ton
Formtechnik handgeformt und nachgedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)26
maximaler ∅ (Dmax)12
BemerkungNachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Jakob Baltus, 1970er Jahre:
Zylinderbauchförmiger Gefäßkörper mit flach abgedrehtem Mündungsrand am relativ hohen zylindrischen Hals, dieser auf Höhe des oberen Henkelansatzes mit zwei parallelen waagerecht umlaufenden Zierprofilen mit dazwischenliegender Hohlkehle, darunter ein aufgelegter Halsfries mit runden Maskaronen und floralen Elementen, anschließend zwei weitere waagerecht umlaufende parallele Zierprofile mit dazwischenliegender Hohlkehle;
anschließend eine leicht gewölbte, nach außen ausktagende Gefäßschulter mit senkrechten Kanneluren, darunter ein waagerecht umlaufendes, nach unten ausgeweitetes Doppelprofil mit dazwischenliegender Hohlkehle über einem zylindrischen, leicht konvex gewölbten Gefäßbauch; unterer Gefäßbereich leicht konisch eingezogennmit senkrechten Kanneluren
auf dem Mittelteil ein dicker aufgelegter Fries mit sechs Einzelbildern, die durch eine senkrechte Linie voneinander gertrennt sind und einzelne Szenen aus der Weihnachtsgeschichte darstellen: Der Gruß des Erzengels Gabriel - Maria und Elisabeth - Christi Geburt - die Verkündigung der Hirten - die Hl. drei Könige - Josephs Flucht nach Ägypten; über den Bildszenen ein fortlaufendes Schriftband mit der Inschrift: DEI : GRVS : MARIA : ENDE : ELEISSEBET : CHRISTVS : GEBVRT : DI : HERDEN : ERFVREN : DI : H : DRI : KONIGEN : JOSIP : FLIT : IN : EGIPTI
Der Fries ist einem bekannte Originalfries des 16. Jh. (siehe Kohnemann, Auflagen ... S. 222 o.) nachgebildet, aber wesentlich grober gearbeitet als das Original, auch die Perspektiven und Proportionen sind anders; demnach wurde er nicht von einer originalen Matrize entnommen (siehe Umzeichnung);
schwach ausgestellter kurzer Fußteil mit gerundetem Flachboden, darüber ein waagerecht umlaufendes Doppelprofil mit dazwischenliegender Hohlkehle;
Henkel gekehlt und unten dreieckig spitz auslaufend;
Der Gefäßkörper ist flächendeckend mit einer dunkel-/mittelbraunen Industrieglasur bedeckt.
Diese Gefäße wurden nicht gedreht, sondern von Hand aufgebaut sowie im Elektroofen mit modernen Industrieglasuren gebrannt; sie sind relativ schwer und haben einen extrem dicken Boden.
Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler44902
HerstellungszweckDekorobjekt
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 222 o.
ZugangsartSchenkung
Copyright44848