Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

7104

 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenGesichtskrug - Dreihenkelkrug
Museum44848
Inv.-Nr.7104
Form des Objekts eiförmig
Form (in Freitext)mit zylindrischem Hals
Stand-/BodenformWellenfuß
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt gekehlt
  • Henkelauslauf abgestrichen (ohne Dekoration)
Farbe
  • mittelbraun
  • dunkelbraun
Dekoration
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Drehriefen
  • Einstichdekor
  • modelliert
  • Ritz- / Red-Dekor (figürlich)
Materialgebrannter Ton
Formtechnik handgeformt und nachgedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Industrieglasur 19./20. Jahrhundert
Höhe (H)19
maximaler ∅ (Dmax)12
Bemerkung

Nachbildung eines Raerener Kuges aus der Werkstatt des Jakob Baltus, 1970er Jahre:

Eiförmiger Gefäßkörper mit gerundet abgedrehtem Mündungsrand am relativ hohen zylindrischen Hals, dieser ist am unteren Ende mittels eines waagerecht umlaufenden Profils eingezogen;

auf dem Gefäßkörper drei identische eingeritzte/eingepunzte Gesichter, jeweils zwischen zwei der drei Henkel, mit kleinen aufgelegten Augen und modellierter Nase, Bart durch eine rautenförmige Stempelauflage mit Wellenlinien dargestellt; Gefäßkörper mit imitierten Drehrillen versehen, die allerdings parallel und nicht spiralförmig verlaufen; 

stark ausgestellter kurzer Fußteil mit eingedrückten Wellen;
alle drei Henkel gekehlt und unten glatt abgestrichen;
Der Gefäßkörper ist flächendeckend mit einer dunkel-/mittelbraunen Industrieglasur bedeckt. 

Diese Gefäße wurden nicht gedreht, sondern von Hand aufgebaut sowie im Elektroofen mit modernen Industrieglasuren gebrannt; sie sind relativ schwer und haben einen extrem dicken Boden. 

Datierung20./21. Jahrhundert
Hersteller Kuenstler44902
HerstellungszweckDekorobjekt
ZugangsartSchenkung
Copyright44848