Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

3055

Expertenmodus
 
Hauptspezies Sieb
zugehörige Funktionsgruppe [Kochen, Zubereiten, Essen]
mundartliche BenennungenSiebtopf
Museum44848
Inv.-Nr.3055
Form des Objekts zylindrisch
Form (in Freitext)leicht konisch
Stand-/BodenformFlachboden
Farbe
  • hellbraun
  • rotbraun
Dekoration Rillung
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Irdenware
Glasurtechnik Lehmglasur / gesinterte Engobe
Höhe (H)14
Mündungs ∅ (M)22
maximaler ∅ (Dmax)22
Restaurierungzusammengeklebt und teilweise ergänzt
Bemerkung

Hoher zylindrischer, nach unten leiucht konisch zulaufender Siebtopf mit gerundt abgedrehtem Mündungsrand, darunter waagerecht umlaufende Rillung zwecks Befestigung einer Abdeckung (mittels Schnur); Seitenwände in drei Reihen mit kreisrunden Löchern versehen, Innenseite mit rotbraunes Lehmglasur vollständig bedeckt, Außenseite unglasiert. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Siebgefäß zur Herstellung von Käse.

Aufgrund des archäologischen Fundkontextes hat das Sieb zum Hausrat des Phillip von Lomont, Burgherr der Burg Raeren (vor 1583) gehört.

Datierung1500-1550 (FNZ I)
ObjektgeschichteFund in der Burg Raeren, unter dem Annexbau aus dem Jahr 1583
Bemerkung (Fundangabe)Keller
Herstellungszweckdient zum Absondern von Flüssigkeiten
Zugangsartarchäologischer Fund
Zugangsdatum1968
Copyright44848