Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

1509

 
Hauptspezies Feuerstulpe
zugehörige Funktionsgruppe [Feuer, Wärme]
Museum44848
Inv.-Nr.1509
Form des Objekts konisch
Form (in Freitext)glockenförmig
Handhaben Bügel
Farbe hellbraun
Dekoration
  • Ritz- / Red-Dekor (geometrisch)
  • Kammstrich
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Irdenware
Glasurtechnik Lehmglasur / gesinterte Engobe
Bemerkung

Teil einer Feuerstulpe aus Irdenware mit Dekor aus parallel umlaufenden dünnen Rillen, dazwischen wellenförmige eingeritzte Linien.

Das Objekt stammt aus dem Fundgut der Burg Raeren (Grabungen O.E. Mayer, 1960er Jahre) und gehörte höchstwahrscheinlich zum Kücheninvantar der Burg.

Solche Feuerstülpen wurden benutzt, um nachts die Glut im offenen Kamin abzudecken zwecks Vermeidung von Funkenflug. Sie sind nie aus Streinzeug gefertigt. Ob es sich um eine Raerener Produktion oder FRemdware handelt, lässt sich nicht sagen.

Die Datierung erfolgt auf Basis des Fundkontextes (vor 1583 - siehe Baugeschichte der Burg Raeren).

DatierungMitte des 16. Jh.
HerstellungszweckFeuerschutz
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848