Hauptspezies- Schüssel / Schale / Teller
- Sieb
zugehörige Funktionsgruppe [Kochen, Zubereiten, Essen]
mundartliche BenennungenSiebschüssel
Museum44848
Inv.-Nr.2162
Form des Objekts linsenförmig
Stand-/BodenformFlachboden
Dekoration- [Auftragungen]
- bemalt (vor dem Brand)
- [plastische Oberflächenbehandlung]
- Durchbrechung / Durchlochung
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Irdenware
Glasurtechnik Lehmglasur / gesinterte Engobe
Höhe (H)8
Boden ∅ (B)14
Mündungs ∅ (M)30
maximaler ∅ (Dmax)30
BemerkungGroße hohe Schüssel mit kleinem Spiegel und zahlreichen Durchlochungen im gesamten Gefäßkörper; Außenseite unglasiert aus rotem Ton, Innenseite vollflächig mit gelber Lehmengobe bedeckt; auf der breiten Fahne vom rund abgedrehten Mündungsrand ausgehend drei waagerecht parallel umlaufende, mit dem Pinsel aufgemalte Wellenlinien aus rot-oranger Lehmengobe, dazwischen eine schmale aufgemalte waagerechte-gerade Linie aus dunkelbrauner Lehmengobe, eine weitere dieser Art zur Abgrenzung des Spiegels.
O.E. Mayer benennt die wenigen Funde dieser Art als "Berlotter Irdenware", wohl weil er aufgrund der Tatsache, dass es sich um Fehlbrände handelt und in Korrelation zum Fundort dort eine temporäre Irdenware vermutete - diese Erkenntnisse konnten bis dato nicht weiter verifiziert oder anderweitig belegt werden. Allerdings wurde dieses Objekt nicht in Berlotte sondern in Raeren-Pfad gefunden. Daher ist eine Fremdproduktion zu vermuten, die als Hausratsabfall in die Scherbengräben geraten ist.
Datum/Zeitraum16.-18. Jh.
HerstellungszweckSiebgefäß
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848