Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2160

 
Hauptspezies Topf
zugehörige Funktionsgruppe [Kochen, Zubereiten, Essen]
mundartliche BenennungenHenkeltopf, Rahmtopf
Museum44848
Inv.-Nr.2160
Form des Objekts kugelförmig
Form (in Freitext)mit weit auskragendem Mündungsrand
Stand-/BodenformFlachboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • Henkelauslauf abgestrichen (ohne Dekoration)
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt gekehlt
Ausgussform Schnauze
Farbe
  • beige
  • gelb
  • grün
  • rot
  • schwarz-braun
Dekoration
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Irdenware
Glasurtechnik Lehmglasur / gesinterte Engobe
Höhe (H)10
Boden ∅ (B)11,5
Mündungs ∅ (M)16
maximaler ∅ (Dmax)16
Bemerkung

Gedrungener gebauchter Topf mit weit konisch ausgezogenem und rund abgedrehtem Mündungsrand; seitlich rechts von der Schnauze auf Höhe des Mündungsrandes angesetzter gekehlter Henkel; Innenseite des Gefäßes mit beige-gelblicher Lehmengobe überzogen; Außenseite mit schwarz-braune Lehmengobe durch Eintauchen bedeckt, die partiell oberhalb des flachen Standbodens tropfenförmig abläuft - darunter ist der rote Ton zu erkennen; Gefäßkörper mit grünen, gelben und roten abstrakten Pinselstrichen bemalt, auf dem Henkel ein roter Fleck.

ACHTUNG: Bei diesem Gefäß gibt es keinen Zusammenhang zur sogenannten "Berlotter Irdenware". Es handelt sich zwar um einen Bodenfund, doch ist dieser nicht näher bezeichnet, Mögliche Produktionsorte sind das Maastal (Andenne) oder Südlimburg (Tegelen, Brunssum usw.). 

Das Gefäß dient lediglich zur Illustration der Keramikgattung "Irdenware" und hat ansonsten nichts mit Raerener Produktion zu tun. 

Datum/Zeitraum18. Jh.
HerstellungszweckVorratsgefäß - Küchengerät
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848