Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2159

Expertenmodus
 
Hauptspezies Schüssel / Schale / Teller
zugehörige Funktionsgruppe [Kochen, Zubereiten, Essen]
Museum44848
Inv.-Nr.2159
Form des Objekts linsenförmig
Stand-/BodenformFlachboden
Farbe
  • grün
  • gelb
  • dunkelbraun
  • rot
Dekoration
  • [Auftragungen]
  • bemalt (vor dem Brand)
IkonographieChristus-Monogramm
InschriftenIHS
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Irdenware
Glasurtechnik Lehmglasur / gesinterte Engobe
Höhe (H)3
Boden ∅ (B)14
maximaler ∅ (Dmax)21
Bemerkung

Schale aus rotem, niedrig gebranntem Ton, Außenseite unglasiert; rund abgedrehter Rand, Innenseite mit flächendeckender gelber Lehmengobe bemalt; auf der Innenseite der Fahne von außen nach innen sieben rundum parallel verlaufende, mit dem Pinsel aufgemalte Striche aus brauner Lehmengobe in unregelmäßigen Abständen, darüber zwischen dem 3. und 6. Ring insgesamt sieben Bereiche mit je 3 senkrecht verlaufenden geraden Strichen aus grüner Lehmengobe: auf dem Spiegel in großen unregelmäßigen Versalien das Christus-Monogramm IHS mit brauner Lehmengobe aufgemalt, darüber ein Kreuz, darunter ein Herz - seitlich links ein senkrechter Streien grüner Lehmengobe (nicht beabsichtigt?).

O.E. Mayer benennt die wenigen Funde dieser Art als "Berlotter Irdenware", wohl weil er aufgrund der Tatsache, dass es sich um Fehlbrände handelt und in Korrelation zum Fundort dort eine temporäre Irdenware vermutete - diese Erkenntnisse konnten bis dato nicht weiter verifiziert oder anderweitig belegt werden. 

Datum/Zeitraum16.-18. Jh.
HerstellungszweckPräsentation/Verzehr von Speisen
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848