Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

1510

 
Hauptspezies Feuerstulpe
zugehörige Funktionsgruppe [Feuer, Wärme]
Museum44848
Inv.-Nr.1510
Form des Objekts konisch
Form (in Freitext)glockenförmig
Handhaben Bügel
Farbe grau
Dekoration Stempelung
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Irdenware
Glasurtechnik Lehmglasur / gesinterte Engobe
Höhe (H)14
maximaler ∅ (Dmax)20
Bemerkung

Teilweise erhaltene Feuerstulpe mit eingepunzten/gestempelten Kreisen als Dekor, seitlich senkrecht stehender Griffbügel.

Das Objekt stammt aus den FUnden der Burg Raeren (Grabungen O.E. Mayer, 1960er Jahre) und war wahrscheinlich Teil des Hausrates-Kücheninvantars der Burg. Aufgrund des Fundkontestes kann es auf die Mitte des 16. Jh. (vor 1583 - siehe Baugeschuichte der Burg Raeren) datiert werden.

Solche Feuerstulpen dienten dazu, über Nacht die Glut im offenen Kamin abzudecken und damit Funkenflug zu vermeiden; sie sind nie aus Steinzeug gefertigt. Inwiefern es sich um eine Raerener Produktion halndelt, kann nicht bestimmt werden - möglich ist auch ein Import.

DatierungMitte des 16. Jh.
HerstellungszweckFeuerschutz
vgl auch Objekt44441
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848