Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

6673

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Zylinderbauchkrug
mundartliche BenennungenBauerntanzkrug
Museum44848
Inv.-Nr.6673
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/Bodenformlinsenförmig
Handhaben
  • Henkel gezogen
  • dekorativer Henkelauslauf
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe
  • dunkelbraun
  • grau
  • schwarz-braun
  • mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Bauchfries
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • Kannelierung
  • Rillung
  • profiliert
Darstellung Bauchfries Menschen (Bauern)
IkonographieEin Musikantenpaar und zehn Tanzpaare ohne Arkaden - Inschrift über dem Fries
InschriftenGERHET : DV : MVS : DAPER : BLASEN : SO : DANSSEN : DEI : BVREN : ALS : WEREN : SI : RASEN : FRS : VFSPRICHT : BASTOR : ICHVERDANS DI KAP
Materialhochgebrannter Ton (Steinzeug)
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)24
Boden ∅ (B)8
Mündungs ∅ (M)6
maximaler ∅ (Dmax)12
Restaurierungaus mehreren Teilen zusammengeklebt, Henkel angesetzt, Fehlstellen ergänzt
Bemerkung

Mittelgroßer Bauerntanzkrug, Hals mit parallel umlaufenden waagerechten Rillen, Schulter konvex gewölbt mit senkrechter Kannelierung, darunter profilierter Übergang zum zylindrischen Mittelteil, Fußbereich mit senkrechter Kannelierung über profiliertem Standboden.

Der Fries zeigt neben einem Musikantenpaar insgesamt 10 Tanzpaare auf einer Wiese. Die (übersetzte) Inschrift über der Darstellung lautet: "Gerhardm du musst tapfer blasen; so tanzen die Bauern als wären sie rasend. Frisch auf, spricht der Pastor; ich vertanze die Kappe ..."

Die Inschrift ist nicht ganz vollständig - andere Varianten weisen zusätzlich die Worte "MIT EN KOR" (teils senkrecht geschrieben) auf. Der Fries ist ebenfalls bekannt mit der zusätzlichen Inschrift WZ (Töpferinitialen?) und (15)87 im Bildfeld (1. und 7. Tanzpaar)

Datum/Zeitraum2. Hälfte des 16. Jh.
ObjektgeschichteFund im Garten des Anwesens Genotte, Neudorfer Straße
Bemerkung (Fundangabe)Garten des Anwesens Genotte, Neudorfer Straße
Herstellungsort region60070
HerstellungszweckSchank- oder Trinkgefäß
sekundäre VerwendungZierobjekt
ZugangsartErbschaft
Zugangsdatum2017
Copyright44848