Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

6651

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Zylinderbauchkrug
mundartliche BenennungenKurfürstenkrug
Museum44848
Inv.-Nr.6651
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/Bodenformlinsenförmig
Handhaben
  • Henkel gezogen
  • dekorativer Henkelauslauf
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • Bauchfries
  • Halsfries
  • engobiert
  • Kannelierung
  • profiliert
  • Rollstempeldekor
  • Stempelung
  • Zirkelschlagornament
Darstellung Bauchfries Menschen ([Kur-]Fürsten)
Ikonographiesechs Kurfürsten und Kaiser des Hl. römischen Reiches deutscher Nation unter Arkaden
InschriftenB:ZV TR: B:ZV COL: B: V :ME: ROM KAI: PA: GRA HA ZV:Z BRO: BV:
Inschriften (Jahr)1603
Materialhochgebrannter Ton (Steinzeug)
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)20
Boden ∅ (B)7,5
Mündungs ∅ (M)5,5
maximaler ∅ (Dmax)11
Bemerkung

Kleiner Kurfürstenkrug mit Profilgrat auf Höhe des oberen Henkelansatzes, darunter relativ selten zu findender Halsfries mit geometrischem Muster, Schulterpartie mit Zirkelschlagornamenten und dazwischen liegenden Blütenstempeln, darunter Rollstempeldekor (Dreiecke) - Profilierung als Übergang zum zylindrischen Mittelteil mit Kurfürstenfries - Fußpartie mit oben liegendem Rollstempeldekor (Dreiecke), darunter senkrechte Kannelierungen

Fehlbrand mit verlaufener Glasur und teils zu dünnflüssig aufgetragener Engobe (hellgraue Färbung)

Datierung1603
Datum/ZeitraumAnfang des 17. Jh.
ObjektgeschichteFund im Garten des Anwesens Genotte, Neudorfer Straße
Bemerkung (Fundangabe)Garten des Anwesens Genotte, Neudorfer Straße
Herstellungsort region60070
HerstellungszweckSchank- oder Trinkgefäß
sekundäre VerwendungZierobjekt
ZugangsartErbschaft
Zugangsdatum2017
Copyright44848