Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

6643

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Zylinderbauchkrug
Museum44848
Inv.-Nr.6643
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/Bodenformlinsenförmig
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • dekorativer Henkelauslauf
  • Henkelquerschnitt profiliert
Farbe
  • grau
  • schwarz-braun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Bauchfries
  • Halsfries
  • Kannelierung
  • profiliert
  • Rollstempeldekor
  • Stempelung
Darstellung Bauchfries Wappen
IkonographieAcht Wappenschilder unter doppelbögigen Arkaden, teils Fantasiewappen
InschriftenDE : PESSER : EN : DIE : KAN : AHT : MICH : GEMACHT : SV : EINEN : ERMEM : MAN : WIE : ICH : NIT : ME : EN : HAFSO : MVS : ICH : LASSEN : AF
Inschriften (Jahr)1596
Materialhochgebrannter Ton (Steinzeug)
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)23
Boden ∅ (B)8
Mündungs ∅ (M)6
maximaler ∅ (Dmax)13
Bemerkung

Am Hals umlaufender Profilgrat auf Höhe des oberen Henkelansatzes, darunter Halsfries mit Rollwerkornamentik und runden Gesichtsmedaillons, Übergang zur Schulterpartie profileirt mit Hohlkehle, Schulterpartie mit Zirkelschlagornamentik, eingestempelten Blüten und Herzen und unten Rollstempeldekor (Dreiecke), Übergang zum zylindrischen Mittelteil dreifach profiliert mit Rollstempeldekor, Fußteil mit senkrechten Kanneluren und oben umlaufendem Rollstempeldekor (Dreiecke), Henkel profiliert und nach unten spitz zulaufend abgestrichen, mit geformtem Überstand

Bauchfries mit 8 Wappenschildern unter doppelbögigen Arkaden, darunter auch Fantasiewappen (die 4 Ersten der Welt = 4 Elemente)

Übersetzung der Inschrift laut Kohnemann: "Der Becher und die Kanne haben mich zu einem armen Mann gemacht; wie ich nichts mehr habe, muss ich sie lassen".

Datierung1596
Datum/Zeitraum2. Hälfte des 16. Jh.
ObjektgeschichteBodenfund Grabung Genotte
Bemerkung (Fundangabe)Garten des Anwesens Genotte, Neudorfer Straße
HerstellungszweckSchank- oder Trinkgefäß
sekundäre VerwendungZierobjekt
Literaturverweis46644
Bemerkung (Literaturverweis)S. 17
ZugangsartErbschaft
Zugangsdatum2017
Copyright44848