Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

6636

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Zylinderbauchkrug
mundartliche BenennungenBauerntanzkrug
Inv.-Nr.6636
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/BodenformFlachboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelauslauf]
  • Henkelquerschnitt gekehlt
  • [Henkelquerschnitt]
MontierungZinndeckel
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Bauchfries
  • Halsfries
  • Kannelierung
  • profiliert
Darstellung
  • [Bauchfries]
  • Bauchfries Menschen (Bauern)
  • [Halsfries]
  • Halsfries Ornamente
IkonographieEin Musikantenpaar und sechs tanzende Bauernpaare unter Arkaden
InschriftenGODES : GVNST : EIS : BESSER : DAN : DR : GANSSE : WERRET : KVNST * ALL : HEI : GIET : DER : BVREN : DANS - Gottes Gunst ist besser als die KUnst der ganzen Welt: allhier geht der Bauerntanz
Inschriften (Jahr)(15)89
Materialhochgebrannter Ton (Steinzeug) mit Engobe
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)29
Boden ∅ (B)8
Mündungs ∅ (M)6,5
maximaler ∅ (Dmax)13
Bemerkung

Es handelt sich um eine bisher nicht dokumentierte Variante des Bauerntanzfrieses nach Hans Sebald Beham (siehe Inschrift).

Die Tanzpaare sind auf eine glatte Fäche unter den Arkaden aufgelegt und im Verhältnis relativ klein. Dies deutet darauf hin, dass sie einzeln bzw. getrennt von den Arkadenbögen aufgebracht wurden. Somit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um ein Unikat hanldet, im Gegensatz zu den in Massenproduktion gefertigten Friesen aus einer einzigen, kompletten Matrize. Auch das Inschriftenband ist wahrscheinlich getrennt angefertigt und einzeln aufgelegt worden.

Datierung(15)89
ObjektgeschichteObjekt stammt aus einer nordfranzösischen Privatsammlung.
HerstellungszweckSchank- oder Trinkgefäß
sekundäre VerwendungZierobjekt
ZugangsartAnkauf 2017
Zugangsdatum2017