Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche Benennungenevtl. auch Kanne
Museum44848
Inv.-Nr.3033
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Farbe mittelbraun
Dekoration- Bauchfries
- Kannelierung
- profiliert
Darstellung Bauchfries Menschen (religiös)
IkonographieDie Enthauptung des Johannes
InschriftenHH WILM KALFS DEVN HVIDV IOHANNIS
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)23
Boden ∅ (B)12
maximaler ∅ (Dmax)40
Restaurierungzusammengeklebt und teilweise ergänzt
BemerkungUnterer Teil eines sehr großen Kruges (oder Kanne) - ca. 60 cm hoch - mit zylindrischem Mittelteil; der obere Teil fehlt komplett; über dem - im Verhältnis zu den Gesamtproportionen - relativ schmalen zylindrischen Gefäßbauch eine doppelt konkav-konvec gewölbte Schulter mit erkennbaren Überresten von waagerechten Profillineien und geometrsichen Stempeldekoren; unter dem aufgelegten Bauchfries ein waagerecht eingedrehtes Profil, auf dem Gefäßunterteil senkrechte Kanneluren mit dazwischenliegenden FReifeldern; auf dem profilierten Fuß mehrere waagerecht eingedrehte Zierrillen.
Auf dem zylindrischen Mittelteil ein doppelt nebeneinander aufgelegter Fries mit Darstellung der Enthauptung des Johannes: links König Herodes mit zwei weiteren Personen am TIsch, rechts daneben drei Frauen, die auf einem Tablett das Haupt des Johannes bringen, daneben ein Pfau, ein Mann mit zwei Kannen, ein Brunnen, mehrere spazierende Paare unter Bäumen, ganz rechts ein Mann mit Schwert, der den Kopf des Enthaupteten einer Frau übergibt, darüber die eingerahmte Inschrift:
DEVN
HVIDV
IoHANNIS
Im Hintergrund Architektur mit zwei Fanfarenbläsern auf einem Balkon und mehreren Häusern, auf einem davo die Inschrift HH (Hans Hilgers aus Siegburg), rechts daneben WILM <> KALFS:
Der geamate Fries ist mit einem Rahmen aus abwechselnden Linien und je drei Punkten umgeben.
Den Fries gibt es in einer zweiten, sehr ähnlichen Variante mit Schriftband und der Signatur HH spwie der Datierung 1580.
Das Gefäßfragment stammt aus den Ausgrabungen in der Burg Raeren (1968) und gehörte somit wahrscheinlich zum Hausrat des damaligen Besitzers, Phillip von Lomont.
Datierung1570-1580 (REN I)
ObjektgeschichteFund in der Burg Raeren, unter dem Annexbau aus dem Jahr 1583
Bemerkung (Fundangabe)1968
Hersteller Kuenstler60071
HerstellungszweckSchankgefäß
sekundäre VerwendungRepräsentation
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 221 oben
Zugangsartarchäologischer Fund
Zugangsdatum1968
Copyright44848