Museumsobjekte

Die historischen Bestände des Töpfereimuseums Raeren stammen zum größten Teil aus archäologischen Grabungen der 1950er bis 2010er Jahre. Sie wurden in verschiedenen historischen Ortsteilen gezielt oder im Rahmen von Rettungsgrabungen geborgen und weisen allesamt einen historischen Produktionskontext auf.

Einzelheiten dazu sind – insofern bekannt – beim jeweiligen Objekt zu finden. Wir bemühen uns, die historische Sammlung Stück für Stück vollständig zu digitalisieren und hier online zur Verfügung zu stellen. Allerdings bedarf dies eines hohen Zeitaufwandes. Daher bitten wir Sie, ein wenig Geduld zu haben und immer wieder mal reinzuschauen, ob und welche neuen Objekte hinzugekommen sind.

2137

Expertenmodus
 
Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
mundartliche BenennungenWappenkrug
Museum44848
Inv.-Nr.2137
Form des Objekts kugelförmig
Form (in Freitext)mit zylindrischem Hals und hohem Fuß
Stand-/Bodenformprofilierter Fuß mit Linsenboden
Handhaben
  • [Henkel]
  • Henkel gezogen
  • [Henkelauslauf]
  • dekorativer Henkelauslauf
  • [Henkelquerschnitt]
  • Henkelquerschnitt gekehlt
Farbe mittelbraun
Dekoration
  • [Auflagen]
  • Halsfries
  • Wappen
  • [Auftragungen]
  • engobiert
  • [plastische Oberflächenbehandlung]
  • profiliert
Darstellung
  • [Wappen]
  • Wappen mehrteilig
IkonographieElderen - Odeur
InschriftenEM
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)25
Boden ∅ (B)9
maximaler ∅ (Dmax)15,5
Bemerkung

Kugelförmiger Gefäßkörper mit hohem zylindrischem Hals und hohem profiliertem Standfuß; Mündungsrand rund abgedreht, darunter freie Fläche; auf Höhe des oberen Henkelansatzes drei waagerechte parallel umlaufenden Zierprofile, darunter ein aufgelegter Halsfries mit geometrischen Dekoren und Maskaronen, nach unten abgeschlossen durch drei weitere waagerecht umlaufende parallele Zierprofile am Übergang zum Gefäßkörper; auf dem glatten Gefäßkörper zwei identische aufgelegte ovale Medaillons mit Wappen der Doppelortschaft Elderen (Prov. Limburg) und Odeur (Provinz Lüttich), die einer gemeinsamen Herrschaft (seigneurie) unterstanden; im Wappen drei Reihen mit Pfählen/Glocken, dazwischen drei Kreuze, beidseitig des Greifs als Wappenhalter die Buchstaben EM (Emont Mennicken?); nahtloser Übergang zum hohen Standfuß mit auskragendem doppelt profiliertem Fuß; gekehlter Henkel, nach unten spitz dreieckig abgestrichen.

Datierung1570-1580 (REN I)
ZusatzW 155/4511 - HF 220/1822
Hersteller Kuenstler151242
HerstellungszweckTrink- oder Schankgefäß
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 89 Mitte
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848