Hauptspezies Krug
zugehörige Funktionsgruppe [Ausschenken, Trinken]
Unterspezies Zylinderbauchkrug
mundartliche BenennungenWappenkrug
Museum44848
Inv.-Nr.2107
Form des Objekts zylinderbauchförmig
Stand-/BodenformStandfuß mit Linsenboden
Handhaben- [Henkel]
- Henkel gezogen
- [Henkelauslauf]
- dekorativer Henkelauslauf
- [Henkelquerschnitt]
- Henkelquerschnitt gekehlt
Farbe mittelbraun
Dekoration- [Auflagen]
- Bauchfries
- [plastische Oberflächenbehandlung]
- Kannelierung
- profiliert
- Rillung
- Stempelung
Darstellung- [Bauchfries]
- Bauchfries Wappen
IkonographieTeils Fantasiewppen
InschriftenDE : PESSER : EN : DIE : KAN : HAT : MICH : GEMACHT : SV : EINEN : ERMEN : MAN : WIE : ICH : NIT : ME : EN : HAFSO : MVS : ICH : LASSEN : AF
Inschriften (Jahr)1596
Materialgebrannter Ton
Formtechnik gedreht
Brenntechnik Steinzeug
Glasurtechnik Salzglasur
Höhe (H)25,5
Boden ∅ (B)8,5
maximaler ∅ (Dmax)13
BemerkungZylinderbauchförmiger Gefäßkörper mit eingeschnürtem Standfuß, schmaler Schulter und hohem zylindrischem Hals; rund abgedrehter Mündungsrand mit glatter Fläche bis zum oberen Henkelansatz, darunter parallel umlaufenden waagerechte eingedrehte Zierrillen über die gesamte Halsfläche; gekehlter Henkel mit dreieckig spitz abgestrichenem unterem Auslauf auf Höhe der Gefäßschulter; unter dem Hals leicht konvex gewölbte schmale Schulter mit seknrechten Kanneluren, dazwischen florale Einzelstempel; Übergang zum zylindrischen Gefäßkörper mit drei waagerechten Profilen und zwei Kehlen, teilweise mit Rollstempeldekor; auf dem Bauch aufgelegter Fries mit 8 Wappen unter doppelbögigem Arkaden, darunter ein waagerecht umlaufender Ziergrat mit Rollstempeldekor; auf dem nach unten konisch zulaufenden Fuß senkrechte Kanneluren mit glatten Freiflächen dazwischen; eingeschnürter profilierter Fuß mit mehreren waagerecht umlaufenden eingedrehten Zierrillen.
Der Fries zeigt unter doppelbögigen Arkaden acht Wappen, in den Wappenschildern v.l.n.r.: Stadttor mit zwei Türmen - nach rechts schreitender Löwe - Band mit den Buchstaben MX - senkrechte geometrische Ornamentik - diagonal verlaufender Balken mit floraler Ornamentik - sieben Sterne - Mond und Stern - schreitender Krieger mit Lanze/Fahne und Schild. Einige der Wappen sind auch als Einzelexemplare bekannt, aber größtenteils nicht zugewiesen, teils handelt es sich um Fantasiewappen.
Im ersten Arkadenfeld links unten die Datierung °1596. UNter dem Fries ein Schriftband mit der Inschrift: DE : PESSER : EN : DIE : KAN : HAT : MICH : GEMACHT : SV : EINEN : ERMEN : MAN : WIE : ICH : NIT : ME : EN : HAFSO : MVS : ICH : LASSEN : AF - Der Becher und die Kanne haben mich zu einem armen Mann gemacht; wenn ich nichts mehr habe, so muss ich es bleiben lassen. - Eine ähnliche Inschrift ist von Medaillons mit Darstellung eines mittellosen Landsknechtes bekannt, die dem GE (Gerard Emonts) oder PM (Peter Mennicken?) zuzuschreiben sind (siehe Kohnemann, S. 138
Datierung1590-1600 (REN III)
HerstellungszweckTrink- oder Schankgefäß
Literaturverweis46633
Bemerkung (Literaturverweis)S. 227
Zugangsartarchäologischer Fund
Copyright44848