Euregio-Keramikwettbewerb 2018

Anhand des alljährlichen Euregio-Keramikmarktes und des dazugehörigen Euregio-Keramikwettbewerbs versucht das Töpfereimuseum Raeren auch die neuen Entwicklungen im Bereich der Keramik zu unterstützen und zu dokumentieren. So entstand im Laufe der Jahre eine moderne Sammlung mit den Werken der jeweiligen Preisträger.

In diesem Jahr sind es die Werke von Fabienne Fauvel, Caroline Peeters, Angelika Jansen und Ellie Storcken, die sowohl bei dem Publikum als auch bei den Teilnehmern des Marktes und bei der Jury allgemeine Begeisterung weckten. Die aus Frankreich stammende Keramikerin Fabienne Fauvel machte sich bereits zuvor im Rahmen des Töpferkollektivs “Co Céra Céra” (gemeinsam mit Christel Gourmet und Frans Gregoor) bekannt, welches 2014 den 2. Euregio-Keramikpreis gewann. In diesem Jahr rückte sie mit ihren eigenen Werken auf den 1. Platz, indem sie verschiedene Tonsorten und Porzellanmassen – trotz ihrer unterschiedlichen Spannungsverhältnisse – miteinander kombiniert und so äußerst eindrucksvolle Gebrauchsgegenstände schafft.

1. Preis: Fabienne Fauvel (B / F)

Den 2. Preis gewann die Keramikerin Caroline Peeters aus Eindhoven. Die Faszination für das "(Auf)Bewahren" steht im Mittelpunkt ihrer Arbeiten, die sich dem Betrachter als dosenförmige “Aufbewahrungsorte” (bewaarplaatsen), mit zahlreichen Stapel-, Kombinierungs-, Öffnungs- und Schließungsmöglichkeiten, präsentieren. Die Liebe zur Architektur spielt ebenfalls eine maßgebende Rolle, sowohl im Lebenslauf von Caroline Peeters als auch in der Formgebung ihrer Dosen.

2. Preis: Caroline Peeters (NL)

Genau wie im Jahr 2010 ging der 3. Preis an die deutsche Keramikdesignerin Angelika Jansen, deren Werke sich sowohl durch die Technik des Raku-Brandes als auch durch das Integrieren anderer Materialien wie z.B. alte Hölzer, Stacheln von Stachelschweinen, Nägel oder Stoffe auszeichnen. So entsteht, laut der Kunsthistorikerin Sigrid Blomen-Radermacher, “ein reizvoller, lebendiger Gegensatz zwischen Geformtem und Gefundenem, zwischen Artifiziellem und Organischem”.

3. Preis: Angelika Jansen (D)

Den Publikumspreis erhielt die Keramikerin Ellie Storcken aus Geleen, als Einzige im Bereich der figürlichen Keramik, dank einer Reihe afrikanischer Frauenskulpturen. Eine Ausstellung der Preisträgerinnen im Haus Zahlepohl wird im Laufe des nächsten Jahres stattfinden. Die genauen Daten werden noch bekannt gegeben.

Publikumspreis: Ellie Storcken (NL)